
Während die Ausfuhr über das Gesamtjahr 2025 gestiegen ist, zeigt ein genauerer Blick auf die Monatsdaten eine deutliche Volatilität.
Trotz der im April verhängten Exportrestriktionen haben Chinas Ausfuhren Seltener Erden im vergangenen Jahr einen Rekord erreicht. Insgesamt führte der weltweit größte Produzent dieser Rohstoffe 62.585 Tonnen aus – ein Anstieg von fast 13 Prozent gegenüber 2024. Das geht aus den neuesten, am Mittwoch veröffentlichten Daten der chinesischen Zollverwaltung hervor. Zuletzt hatte China im Jahr 2014 eine vergleichbar große Menge exportiert, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Über die letzten beiden Jahre zeigte sich bei Chinas Ausfuhren Seltener Erden eine starke Volatilität.
Auf Monatssicht zeigte sich zuletzt jedoch ein deutlicher Rückgang: Im Dezember 2025 sanken die Ausfuhren gegenüber dem Vormonat um 20 Prozent auf 4.392 Tonnen. Im Vergleich zum Dezember 2024 lag das Exportvolumen allerdings um 32 Prozent höher.
Wie sich die Ausfuhren der von den Ausfuhrkontrollen betroffenen Elemente wie Terbium und Dysprosium im Dezember konkret entwickelt haben, wird sich allerdings erst in der kommenden Woche zeigen, wenn die Behörden detailliertere Daten veröffentlichen. Den Großteil der Exporte dürften die weniger kritischen Seltenen Erden Lanthan und Cer ausmachen, was in der Gesamtsicht Versorgungsengpässe bei anderen Vertretern der Rohstoffgruppe kaschieren könnte.
Peking hatte im April 2025 als mutmaßliche Reaktion auf US-Zölle sieben Seltenerdelemente sowie zahlreiche ihrer Verbindungen und daraus hergestellte Produkte wie Dauermagneten unter strenge Exportauflagen gestellt. In der Folge brachen die Ausfuhren zunächst deutlich ein, erholten sich anschließend jedoch schrittweise. Die Exportentwicklung bleibt dabei volatil, eine dauerhafte Stabilisierung sei vielen Analysten zufolge nicht zu erwarten.
Seltene Erden sind zentrale Rohstoffe für zahlreiche Industrien, darunter Unterhaltungselektronik, Automobilbau, Energieversorgung und Militärtechnologien.
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