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USA wollen Weltmarkt für kritische Rohstoffe neugestalten 

gepostet am vor 4 Wochen

Zahlreiche Staatsvertreter in Washington eingeladen, China bleibt außenvor. 

Die US-Regierung hat am gestrigen Mittwoch Vertretern aus 54 Ländern und der Europäischen Union ihre Pläne zur Neugestaltung des Weltmarkts für kritische Rohstoffe vorgestellt. Um diesen aus ihrer Sicht wieder fairer und stabiler zu machen, schlägt sie eine bevorzugte Handelszone für kritische Mineralien vor. Diese Zone solle durch feste Mindestpreise vor “unfairer” Konkurrenz von außen geschützt werden, erklärte Vize-Präsident J.D. Vance. 

Entlang aller Produktionsstufen würden Referenzpreise festgelegt werden, die den tatsächlichen Marktwert widerspiegelten. Für die teilnehmenden Länder sollen diese Preise als Untergrenze gelten und bei Bedarf durch anpassbare Zölle abgesichert werden. So sollen heimische Hersteller davor geschützt werden, durch günstigere Importe unrentabel und damit nicht konkurrenzfähig zu werden.  

Welche Staaten sich an der von Vize-Präsident Vance vorgestellten Handelszone beteiligen werden, ist bislang unklar, einige hätten jedoch bereits Interesse gezeigt. 

Nicht namentlich genannt, dürften sich diese Maßnahmen gegen China richten, das die Wertschöpfungsketten für den Großteil der kritischen Rohstoffe wie Seltene Erden oder Gallium kontrolliert. Wenig überraschend zählte das Land auch nicht zu den Teilnehmern des Treffens in Washington, D.C. Schon vor dem Meeting regte sich Kritik in der Volksrepublik, denn durch den Ausschluss des wichtigsten Marktteilnehmers würden die Risiken für Versorgungsprobleme bei vielen Rohstoffen eher erhöht, zitiert die staatsnahe Global Times Experten. Ein pragmatischer Umgang mit China bleibe für die internationale Gemeinschaft im Bereich kritischer Mineralien unausweichlich, heißt es weiter. 

FORGE beerbt die Minerals Security Partnership 

Die USA schlossen darüber hinaus am Mittwoch mit zahlreichen Ländern Abkommen, die der Sicherung der Rohstoffversorgung dienen sollen, darunter Argentinien und Peru, beide reich an Bodenschätzen. Die internationale Zusammenarbeit bei kritischen Ressourcen soll derweil die neue Initiative FORGE vorantreiben, das Forum on Resource Geostrategic Engagement ist Nachfolger der Minerals Security Partnership (MSP), die 2022 ins Leben gerufen wurde. Den Vorsitz übernimmt zunächst Südkorea, ein Land, das angesichts seiner starken Hightechindustrie weltweit nach verlässlichen Wegen sucht, um sichere Lieferketten für die dafür benötigten Rohstoffe aufzubauen. 
 
Eine weitere Vereinbarung wurde mit Japan und der EU getroffen: Innerhalb von 30 Tagen soll ein Memorandum of Understanding zwischen der EU und den USA abgeschlossen werden, das die Nachfrage stärkt, Lieferquellen diversifiziert und gemeinsame Projekte in Bergbau, Verarbeitung, Recycling sowie Forschung fördert. Zudem sind Maßnahmen zur Vermeidung von Lieferunterbrechungen und zum Informationsaustausch über strategische Vorräte vorgesehen. 

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