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Spanien: 414 Millionen Euro für die Rohstoffgewinnung im eigenen Land

gepostet am vor 6 Stunden

Vor einem Jahr vorgestellter Aktionsplan genehmigt. Neben der Erschließung neuer möglicher Förderstätten steht auch Sekundärbergbau im Fokus.

Vor einem Jahr hat die spanische Regierung einen Aktionsplan vorgestellt, um die heimische Gewinnung kritischer Rohstoffe auszubauen (wir berichteten). Am Dienstag wurde das Maßnahmenpaket vom Ministerrat genehmigt und mit einem Budget von 414 Millionen Euro ausgestattet.

Allein 182 Millionen Euro fließen in das erste nationale Bergbau-Explorationsprogramm seit 50 Jahren. Dabei sollen nicht nur potentielle neue Förderstätten ermittelt, sondern auch das Potenzial von ehemaligen Bergbauanlagen erschlossen werden. Denn dort schlummern häufig wertvolle Rohstoffe wie Seltene Erden, die in früheren Jahrzehnten von geringem wirtschaftlichen Interesse waren, heute aber für zahlreiche Technologien gefragt sind.

Im Rahmen der Maßnahmen soll auch Spaniens Bergbaugesetz modernisiert werden, um den Anforderungen des Critical Raw Materials Acts (CRMA) zu entsprechen. Das 2024 in Kraft getretene EU-Gesetz legt für 2030 Ziele für Abbau, Weiterverarbeitung und Recycling einer ganzen Reihe von Rohstoffen fest.  

Spanien verfügt über eine lange Bergbautradition und ist heute unter anderem der zweitgrößte Kupferproduzent Europas, der drittgrößte bei Wolfram und der einzige Strontiumproduzent. Sieben der 47 strategischen Projekte, die im Rahmen des CRMA von besonderer Unterstützung profitieren, befinden sich zudem in dem Land, überwiegend geht es dabei um Lithium, Nickel und Kupfer. Die Umsetzung neuer Bergbauprojekte gestaltet sich jedoch oftmals schwierig, da sie mit Widerstand von Umweltschützern und heimischer Bevölkerung konfrontiert sind. So liegt etwa der Fortschritt bei Matamulas, einer oft als vielversprechend bezeichneten europäischen Seltenerdlagerstätte, seit Jahren auf Eis.

Mehr zum Thema: Ähnlich wie Spanien wollen auch andere europäische Länder wie Italien ihre Bergbauindustrie wieder revitalisieren, um die Importabhängigkeit bei kritischen Rohstoffen zu reduzieren.

Photo: ruivalesousa via Canva

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