
Japan will seine Lieferketten für kritische Mineralien stärken.
Die Toyota Tsusho Corporation, das Handelshaus der Toyota-Gruppe, gab am Mittwoch bekannt, dass sie als gemeinsamer Entwicklungspartner an einem Seltene-Erden-Projekt in Namibia teilnehmen wird. Die Projekteitung liegt bei der Japan Organization for Metals and Energy Security (JOGMEC). Das Projekt ist Teil Japans Strategie, um seine Lieferketten für kritische Mineralien zu festigen.
Im Fokus des Projekts im Lofdal-Gebiet Namibias stehen schwere Seltene Erden, darunter Dysprosium und Terbium. Diese Elemente sind entscheidende Bestandteile für die Herstellung hochleistungsfähiger Permanentmagnete, die in Elektrofahrzeugen, Windturbinen und fortschrittlicher Elektronik eingesetzt werden. Die Exploration läuft seit 2020; Anfang dieses Jahres wurde eine vorläufige Machbarkeitsstudie abgeschlossen.
Toyota Tsusho ist ein japanisches Handelshaus mit Aktivitäten in den Bereichen Metalle, Energie, Chemie sowie Automobilzulieferketten. Das Unternehmen ist zudem bereits in der Seltenerdindustrie tätig. Toyota Tsusho wird an der weiteren Entwicklungsarbeit teilnehmen und könnte Teile der Arbeit von JOGMEC übernehmen; eine endgültige Investitionsentscheidung wird bis Mitte 2026 erwartet.
JOGMEC, eine von der japanischen Regierung unterstützte Agentur zur Sicherung stabiler Energie- und Rohstoffversorgung, fördert seit den 2010er-Jahren Projekte zur Rohstoffgewinnung im Ausland, um die Abhängigkeit Japans von wenigen Lieferanten zu verringern. Das Namibia-Projekt folgt zudem auf eine Kooperationsvereinbarung zwischen Japan und dem afrikanischen Land aus dem Jahr 2023, die auf die Erforschung Seltener Erden und Entwicklung von Lieferketten abzielt.
Photo: Aleksander Tumko

