Im März erhielten nur wenige Länder wie Russland und Deutschland Lieferungen der kritischen Rohstoffe. Bei Germanium ist das Exportvolumen verglichen mit dem Vormonat stark gestiegen.
Chinas Export des kritischen Rohstoffs Gallium bleibt weiter stark konzentriert. Das zeigen neueste Daten der dortigen Zollverwaltung.
Mit 5.000 Kilogramm ging der Löwenanteil des Materials im März nach Deutschland. Die Bundesrepublik war in den beiden Vormonaten der einzige Abnehmer von Gallium gewesen. Im März erhielten zusätzlich Südkorea 120 Kilogramm und Malaysia 200.

Japan – im Jahr 2025 wichtigster Importeur von chinesischem Gallium – bleibt weiterhin von Lieferungen abgeschnitten, was auf die verschärften Exportkontrollen gegen das Land zurückzuführen sein dürfte.
Während sich bei den Empfängerländern nur wenig veränderte, entsprach auch die exportierte Gesamtmenge mit 5.320 Kilogramm in etwa den Werten von Januar (5.000 Kilogramm) und Februar (6.000 Kilogramm). Im Dezember lag das Volumen mit 10.809 Kilogramm noch deutlich höher.
Germanium-Export deutlich gestiegen
Bei Germanium hingegen stieg die Exportmenge im März mit knapp 1.000 Kilogramm um über 35 Prozent, verglichen mit dem Vormonat (736 Kilogramm). Allerdings liegt das Volumen deutlich unter dem Vorjahreswert von fast 1.500 Kilogramm.

Wie bei Gallium sind die Lieferströme konzentriert. Wichtigster Empfänger bleibt im März Russland, dorthin gingen wie schon im Februar 600 Kilogramm. Die einzigen anderen Länder, die nennenswerte Mengen erhielten, waren Deutschland mit 276 Kilogramm und die Türkei mit 117.
Sowohl Gallium als auch Germanium sind essentiell für zahlreiche zivile und militärische Anwendungsgebiete wie die die Halbleiterproduktion. China hat ihre Ausfuhr im Sommer 2023 unter strenge Auflagen gestellt. Die Handelsströme unterliegen seitdem starken Schwankungen und hängen teils von den politischen Beziehungen zu den jeweiligen Empfängerländern ab.
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