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Militärbasen als Rohstoff-Hubs: U.S. Army wählt erste Unternehmen aus

gepostet am vor 3 Stunden

Neue Verarbeitungskapazitäten für Graphit, Lithium, Bor und schwere Seltene Erden geplant.

Die USA treiben die Rohstoffverarbeitung auf Militärstützpunkten voran. Erste Pläne dazu hatte es im Frühjahr 2025 gegeben, nun werden sie konkreter. Die U.S. Army hat erste Unternehmen für Verhandlungen über langfristige Pachtmodelle ausgewählt. Auf bislang ungenutzten Flächen von Militärstandorten sollen neue Verarbeitungskapazitäten für Graphit, Lithium, Bor und schwere Seltene Erden entstehen.

Für letztere Rohstoffe ist die Army mit dem US-Unternehmen REalloys im Gespräch. Dieses soll am Tooele Army Depot im Bundesstaat Utah mit der Aufbereitung schwerer Seltener Erden wie Dysprosium und Terbium betraut werden. Der Baubeginn wird für die zweite Jahreshälfte 2027 angestrebt. Beide Elemente werden für leistungsfähige Permanentmagnete benötigt, die auch in militärischen Anwendungen eine wichtige Rolle spielen. Die weltweite Versorgungslage gilt als kritisch, da Hauptproduzent China den Export unter strenge Auflagen gestellt hat.

Bei Graphit soll Empire State Mines, eine Tochter des kanadischen Unternehmens Titan Mining, an zwei Standorten aktiv werden: das Pine Bluff Arsenal in Arkansas und das Anniston Army Depot in Alabama. Auch hier ist der Baubeginn für die zweite Hälfte des Jahres 2027 geplant. Auch bei Graphit dominiert China den Markt. Das Material wird unter anderem für Anoden in Lithium-Ionen-Batterien benötigt und gilt deshalb als wichtiger Rohstoff für Elektromobilität, Energiespeicher und Verteidigungsanwendungen.

Weitere Projekte betreffen Lithium und Bor: EnergyX wurde für das Red River Army Depot in Texas ausgewählt, Ioneer USA für das Tooele Army Depot in Utah.

Die privaten Partner sollen die Anlagen finanzieren, planen, bauen, betreiben und später zurückbauen. Die Army bleibt Eigentümerin der Grundstücke. Final beschlossen sind die Projekte noch nicht, Pachtverträge, Umweltprüfungen und Genehmigungen stehen aus.

Photo: iStock/Michael Warren

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