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Australiens Rohstoffreserve startet mit Seltenen Erden, Gallium, Antimon

gepostet am vor 3 Tagen

Der Staat will sich Rechte an heimisch produzierten Mineralien sichern. Auch Partnerländer sollen profitieren. 

Australien plant den Aufbau einer strategischen Rohstoffreserve. Den Anfang sollen Seltene Erden, Gallium und Antimon machen, allesamt aus heimischer Produktion. Dies gaben Finanzminister Jim Chalmers, Ressourcenministerin Madeleine King und Handelsminister Don Farrell in einem gemeinsamen Statement bekannt. 

Konkret ist geplant, dass sich der Staat Zugriffs- und Verkaufsrechte an inländisch hergestellten Rohstoffen sichert. Bei Bedarf sollen diese gelagert, freigegeben oder an Unternehmen sowie Partnerländer verkauft werden können. Für diese Maßnahmen ist ein Budget von umgerechnet rund 800 Millionen US-Dollar vorgesehen. Der Großteil der Finanzen soll in den tatsächlichen Rohstofferwerb fließen, knapp 15 Prozent in die Vorratshaltung.

Bereits vergangene Woche wurde bekannt, dass beim Aufbau der nationalen Rohstoffreserve auch garantierte Preisunter- und Preisobergrenzen eingeführt werden könnten, um das Investitionsrisiko für Projekte zu senken (wir berichteten). 

Die genannten kritischen Mineralien sind für zahlreiche zivile und militärische Schlüsselsektoren bedeutsam. Gallium, Antimon und sieben der 17 Seltenerdelemente sowie zahlreiche Verbindungen und Produkte dieser Rohstoffe stehen unter strengen Exportauflagen des Hauptproduzenten China. Die Ausfuhren sind in der Folge zeitweise stark gefallen. Als Konsequenz dieser Versorgungsunsicherheiten soll Australiens geplanter Rohstoffvorrat auch die Lieferketten der Partnerländer stabilisieren. Mit den USA etwa wurde Ende Oktober ein umfassendes Abkommen zur Entwicklung gemeinsamer Mineralienprojekte abgeschlossen.  

Bei Seltenen Erden ist Australien bereits der größte Produzent nach China, wichtigster Protagonist ist der Bergbaukonzern Lynas. Mit Costerfield besitzt das Land auch ein aktives Antimonbergwerk, weitere Projekte zum Abbau und zur Weiterverarbeitung des Metalls sind in der Entwicklung. Gallium wird hingegen bislang nur in geringen Mengen als Nebenprodukt bei der Förderung von Aluminium gewonnen, eine Ausweitung ist unter anderem im Rahmen des Abkommens mit den USA durch den Bau einer Raffinerie geplant.

Photo: Adrian Wojcikm, art-illustrations-images

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