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Chinas Germanium-Exporte brechen im Jahresvergleich ein – Gallium legt leicht zu

gepostet am vor 1 Monat

Nach wie vor prägen geopolitische Spannungen und die Exportkontrollen des weltweit größten Produzenten China den volatilen Markt.

Im November waren Chinas Gallium-Exporte um 53 Prozent eingebrochen. Im Dezember legten sie dafür wieder deutlich zu. Mit 10.809 Kilogramm lagen die Ausfuhren fast 49 Prozent über dem Vormonatsniveau. Das geht aus Zahlen hervor, die die chinesische Zollverwaltung am Dienstag veröffentlichte. Wie bereits im November ging der Großteil des Materials nach Japan, gefolgt von der Slowakei und Estland.

Chinas Gallium-Exporte in den letzten Monaten.

Ein gegenteiliges Bild zeigte sich bei Germanium: Hier sanken Chinas Exporte im Dezember um 44 Prozent. Die Empfängerländer blieben weitgehend unverändert, den größten Teil der Lieferungen erhielt Russland, danach Deutschland.

Chinas Ausfuhren von Germanium in den letzten Monaten.

China ist der weltweit größte Produzent der beiden Technologiemetalle und hat ihren Export im Sommer 2023 unter strenge Auflagen gestellt, begründet mit dem möglichen Einsatz der Rohstoffe in militärischen Technologien. Wie stark diese Maßnahme nach wie vor die globale Verfügbarkeit vor allem von Germanium beeinflusst, zeigt sich besonders im Jahresvergleich. Hier gingen die Exporte im Vorjahr gegenüber 2024 um fast 60 Prozent zurück. Bereits im Sommer hatte der Rohstoffexperte Dr. Christian Hell davor gewarnt, dass dem Markt derzeit eine komplette Weltjahresproduktion an Germanium fehle.

2025 importierte Japan mehr Gallium, 2026 könnte sich dies deutlich ändern

Die Gallium-Exporte nahmen dagegen leicht zu, von 60.880 Kilogramm im Jahr 2024 auf 62.615 Kilogramm im Jahr 2025. Erkennbare Verschiebungen zeigten sich jedoch bei den Absatzmärkten: Südkorea erhielt deutlich weniger als im Vorjahr, Japan konnte seine Importe dagegen ausweiten.

Dies könnte sich im laufenden Jahr allerdings ändern, denn Anfang Januar verschärfte China seine Exportkontrollen für Dual-Use-Güter, zu denen auch Gallium und Germanium zählen, nach Japan. Hintergrund sind wachsende Spannungen zwischen beiden Ländern.

Photo: Rohstoff.net via Canva

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