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Finnland investiert 65 Millionen Euro in Europas Rohstoffautonomie

gepostet am vor 3 Wochen

Das Sokli-Vorkommen enthält kritische Rohstoffe wie Phosphat, Seltene Erden und Mangan. Pilotproduktion soll in den kommenden Jahren starten.

Sokli, ein Mineralvorkommen im finnischen Ostlappland, könnte Europas Rohstoffautonomie stärken. Nach Angaben der staatseigenen Finnish Minerals Group, die das Projekt entwickelt, sind insbesondere die Phosphatreserven bedeutend, sie könnten bis zu einem Fünftel des europäischen Bedarfs decken. Darüber hinaus sollen erhebliche Mengen an Seltenen Erden sowie weitere Rohstoffe wie Mangan, Niob und Kupfer vorhanden sein.

Die finnische Regierung will nun mit einer Investition von 65 Millionen Euro die Projektentwicklung beschleunigen. Die Finanzierung soll eine Machbarkeitsstudie abdecken, Ziel ist die Produktion von Phosphat- und Eisenkonzentraten zwischen 2027 und 2029. Gleichzeitig soll das Potenzial zur Gewinnung weiterer Rohstoffe wie Seltenen Erden untersucht werden. Auch der Bau einer Pilotmine und einer Pilotaufbereitungsanlage sind Teil des Vorhabens.

Critical Raw Materials Act: Wird Sokli zum strategischen Projekt?

Sokli ist zudem im Rennen um die Qualifizierung als strategisches Projekt im Rahmen des Critical Raw Materials Acts der EU. Solche Projekte können von Unterstützung beim Zugang zu Finanzmitteln und von beschleunigten Genehmigungsverfahren profitieren. Schleppende Genehmigungen zählen zu den Gründen, warum Europas Rohstoffautonomie nur langsam vorankommt; bis neue Bergwerke und Verarbeitungsanlagen in Betrieb gehen können, vergehen erfahrungsgemäß oft Jahre bis Jahrzehnte.

Ein weiterer Faktor, der Verzögerungen oder sogar Projektstopps verursachen kann, ist die mangelnde Akzeptanz und Einbindung der lokalen Bevölkerung. Für Schlagzeilen sorgten in jüngster Vergangenheit etwa die Proteste gegen die ebenfalls als vielversprechend vermarkteten schwedischen Rohstoffvorkommen Norra Kärr und Per Geijer. Vor diesem Hintergrund legt die Finnish Minerals Group nach eigenen Angaben großen Wert auf Umweltverträglichkeit: Sensible Gebiete und natürliche Wasserläufe sollen unberührt bleiben, und das Unternehmen strebt eine klimaneutrale Wertschöpfungskette an, unter anderem durch den Einsatz erneuerbarer Energien.

Photo: LuCaAr via Canva

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