
Mit Förderung des Pentagons soll die Importabhängigkeit von China reduziert werden.
Die Defense Logistics Agency, eine Behörde des Pentagon, hat das heimische Unternehmen REAlloys mit dem Ausbau der Produktion von Samarium und Gadolinium beauftragt. Die Seltenerdelemente unterliegen seit fast einem Jahr strengen Exportauflagen durch den Hauptproduzenten China. Die USA sind bei ihrer Versorgung nahezu vollständig auf Importe aus dem Land angewiesen.
Die Rohstoffe sind kritisch für Schlüsselsektoren wie Militär, Medizin und Energie. Samarium wird in Samarium-Cobalt-Magneten eingesetzt, die deutlich hitzebeständiger sind als die weit verbreiteten Neodym-Eisen-Bor-Magneten, was sie für anspruchsvolle Anwendungen wie in Kampfjettriebwerken und Radarsystemen prädestiniert. Gadolinium ist als Kontrastmittel in der medizinischen Bildgebung kaum zu ersetzen, darüber hinaus findet es Anwendung in Kernreaktoren.
Im Rahmen des Auftrags soll REAlloys eine modulare Produktionsanlage mit einer jährlichen Kapazität von 300 Tonnen am Metallen entwickeln. Wie Reuters berichtete, soll die Finanzierung bis zu 1,7 Millionen US-Dollar umfassen. Für die zugrunde liegende Technologie wurde eine vorläufige Patentanmeldung eingereicht. Vorgesehen ist unter anderem die direkte Wiederverwertung aller Nebenprodukte, um Kapitalaufwand und Produktionskosten um bis zu 50 Prozent zu senken.
REAlloys baut eine vertikal integrierte nordamerikanische Wertschöpfungskette für Seltene Erden auf – vom Bergwerk bis zum Magneten. Dazu gehören die Entwicklung der Seltenerdlagerstätte Hoidas Lake in Saskatchewan, Kanada, und die Herstellung von Seltenerdmetallen und Magnetmaterialien im US-Bundesstaat Ohio. Um das Produktionsnetzwerk weiter zu stärken, ist das Unternehmen Ende des letzten Jahres eine Kooperation mit dem Saskatchewan Research Council eingegangen, Betreiber der ersten kanadischen Raffinerie für Seltene Erden (wir berichteten).
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