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Tanbreez: Seltene Erden aus Grönland sollen in Saudi-Arabien verarbeitet werden

gepostet am vor 2 Stunden

Joint Venture zur weiteren Diversifizierung der weltweiten Wertschöpfungskette geplant.

Das US-Bergbauunternehmen Critical Metals Corp. (CRML) entwickelt in Grönland das Rohstoffvorkommen Tanbreez, aus dem künftig Seltene Erden gefördert werden sollen. Für die Weiterverarbeitung dieser kritischen Materialien verfolgt das Unternehmen ein mehrgleisiges Konzept: Die Aufbereitung soll in den USA und in Rumänien erfolgen, primäre Schritte sind zudem in der Nähe des Bergwerks vorgesehen.

Nun kommt ein weiterer künftiger Standort hinzu: Saudi-Arabien. Am Donnerstag gab CRML Pläne zur Gründung eines Joint Ventures mit dem dort ansässigen Industrie- und Investmentkonzern Tariq Abdel Hadi Abdullah Al-Qahtani & Brothers Company (TQB) bekannt. Ziel der Zusammenarbeit ist der Bau einer Seltenerd-Raffinerie in dem Golfstaat. 25 Prozent der Produktion aus Tanbreez sollen dort aufbereitet werden und anschließend im Militärsektor der USA zum Einsatz kommen.

Die Vereinbarung wurde auf dem Future Minerals Forum in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad abgeschlossen, das sich als bedeutende Branchenveranstaltung etabliert hat. Saudi-Arabien verfolgt das Ziel, seine bislang stark auf Erdöl- und Gasexporte ausgerichtete Wirtschaft breiter aufzustellen und dabei auch von seinen noch weitgehend unerschlossenen Vorkommen kritischer Mineralien zu profitieren. Neben der eigenen Rohstoffproduktion investiert das Land auch in die Verarbeitung importierter Materialien, da dieser Bereich der Wertschöpfungskette noch stärker von China dominiert wird als die Förderung. Angesichts wachsender geopolitischer Spannungen wollen viele Länder ihre Importabhängigkeit von der Volksrepublik verringern.

So haben bereits der staatliche saudi-arabische Bergbaukonzern Ma‘aden und MP Materials, der größte US-Produzent Seltener Erden, im November Pläne für eine gemeinsame Raffinerie in Saudi-Arabien angekündigt. Kurz zuvor hatten die USA und Saudi-Arabien eine vertiefte Zusammenarbeit bei kritischen Rohstoffen vereinbart.

Photo: via Canva

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