Höhere Preise für Seltene Erden und gestiegene Verkaufsmengen bescheren dem australischen Bergbaukonzern ein deutlich stärkeres Geschäftsjahr.
Lynas hat am Mittwoch Zahlen (PDF) für das Ende Juni 2026 abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt. Der wichtigste Produzent Seltener Erden außerhalb Chinas meldet einen Nettogewinn von umgerechnet rund 160 Millionen US-Dollar nach knapp sechs Millionen Dollar im Vorjahr. Auch der Umsatz legte deutlich zu und erreichte mit rund 702 Millionen Dollar einen neuen Rekord. Im Geschäftsjahr 2025 waren es umgerechnet rund 400 Millionen Dollar gewesen. Der Nettogewinn blieb trotz des Rekordwerts allerdings hinter den Erwartungen zurück: Analysten hatten laut Bloomberg im Schnitt mit rund 189 Millionen US-Dollar gerechnet.
Zu der Entwicklung im abgelaufenen Halbjahr trugen laut Lynas vor allem höhere Preise für Seltene Erden bei, zudem profitierte das Unternehmen unter anderem von einem höheren Anteil schwerer Seltener Erden im Produktmix.
Es sind zugleich die ersten Jahreszahlen, die Pol Le Roux als Interims-CEO präsentiert. Der bisherige Chief Operating Officer übernahm die Führung des Konzerns Anfang Juli von Amanda Lacaze, die Lynas nach zwölf Jahren an der Spitze verlassen hatte. Lacaze bleibt der australischen Rohstoffbranche erhalten: Sie ist bereits seit Ende Mai Vorsitzende des Minerals Council of Australia (MCA) und seit dem 17. August zudem unabhängiges Mitglied des Verwaltungsrats beim deutsch-australischen Lithiumunternehmen Vulcan Energy Resources.
Photo: Olga Kostrova via Canva
