Zusätzliche Mittel des Pentagon sollen die Aufbereitung von Gadolinium und Samarium voranbringen.
Der kanadische Rohstoffaufbereiter Ucore Rare Metals erhält weitere 4,6 Millionen US-Dollar vom US-Verteidigungsministerium. Dies ergänzt eine bereits zugesagte Förderung, die unter anderem den Aufbau von Ucores Seltenerdraffinerie im US-Bundesstaat Louisiana unterstützt. Das Gesamtvolumen steigt damit von 22,4 auf 27 Millionen Dollar.
Mit den zusätzlichen Mitteln soll die geplante Technik zur Trennung der Rohstoffe erweitert werden. Der Fokus liegt auf Kapazitäten für Samarium und Gadolinium. Ucore will die dafür nötigen Verfahren nach eigenen Angaben zunächst an seinem Entwicklungsstandort im kanadischen Kingston weiterentwickeln.
Gadolinium ist ein wichtiger Rohstoff für die Medizintechnik. Verbindungen des Metalls dienen als Kontrastmittel in der medizinischen Bildgebung, insbesondere bei MRT-Untersuchungen. Darüber hinaus kommt es unter anderem in Kernreaktoren zum Einsatz. Samarium wird zusammen mit Kobalt zu Permanentmagneten verarbeitet, die deutlich hitzebeständiger sind als die weit verbreiteten Neodym-Eisen-Bor-Magneten. Diese Eigenschaft prädestiniert sie für anspruchsvolle Bedingungen wie in bestimmter Militärtechnik.
China hat die Ausfuhr beider Seltener Erden im April 2025 eingeschränkt. Seitdem arbeiten westliche Branchenvertreter wie Lynas und ReAlloys verstärkt daran, die Versorgungslage zu verbessern. Zusätzlichen Handlungsdruck erzeugen dürften die ab 1. Januar 2027 gültigen, strengeren Beschaffungsregeln für das US-Verteidigungsministerium: Samarium-Kobalt- und Neodym-Eisen-Bor-Magnete dürfen dann nicht mehr aus Lieferketten stammen, in denen Rohstoffe in China, Russland, Iran oder Nordkorea abgebaut, raffiniert oder getrennt wurden. Ausnahmen sind vorgesehen.
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