Die Unternehmen wollen untersuchen, ob frühere Bergbauanlagen für das Tellerhäuser-Projekt genutzt werden können.
Bei Pöhla im sächsischen Erzgebirge entwickelt Saxore Bergbau das geplante Zinnbergwerk Tellerhäuser. In der Gegend wurden früher Eisen, Zinn, Silber, Blei und Kupfer abgebaut, später auch Uran. Mit der Sanierung der ehemaligen Uranfördergebiete ist die bundeseigene Wismut GmbH betraut. Ihre historischen Bergbaurechte überschneiden sich teilweise mit Saxores Bergbauberechtigung Rittersgrün, in der Tellerhäuser liegt. Die beiden Unternehmen haben jetzt eine Absichtserklärung unterzeichnet. Zusammen wollen sie prüfen, ob bestehende Bergbauinfrastruktur unter Tage und Systeme zur Grubenwasserhaltung für Tellerhäuser genutzt werden können. Auch geologische Informationen sollen ausgetauscht und Konzepte für die spätere Nachsorge des Bergwerks entwickelt werden.
Die Unternehmen wollen mit der Zusammenarbeit einen Beitrag zur Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa leisten und die Abhängigkeit von Rohstoffimporten verringern. Nach Angaben von Saxore lagern in Tellerhäuser rund 138.000 Tonnen Zinn und mehr als 700 Tonnen Indium. Wann dort Erz abgebaut werden kann, ist noch offen. Der Rahmenbetriebsplan liegt derzeit beim Sächsischen Oberbergamt zur Prüfung; danach wären weitere Genehmigungen nötig.
Mehr zum Erzgebirge: Ein weiteres Bergwerk im Raum Pöhla plant die Saxony Minerals & Exploration AG, die dort unter anderem Wolfram und Zinn gewinnen will. Für Schlagzeilen sorgte vor einigen Monaten der geplante Verkauf des Unternehmens an einen asiatischen Investor, der jedoch nicht zustande nicht zustande kam.
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