Entwicklung neuer Komponenten und Materialien angekündigt.
China will seine Position in der Elektronik- und Halbleiterindustrie in den kommenden Jahren stärken. Das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie und die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission haben dazu einen Entwicklungsplan für die Branche im Zeitraum 2026 bis 2030 vorgelegt. Im Mittelpunkt stehen technologische Fortschritte entlang der gesamten Wertschöpfungskette, insbesondere bei Halbleitern, moderner Rechentechnik und elektronischen Produkten. Zugleich soll die Branche stärker auf Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz ausgerichtet und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden. Die Elektronik- und Informationsfertigungsindustrie zählt dem Plan zufolge zu den tragenden Säulen der chinesischen Volkswirtschaft.
Neben elektronischen Bauelementen hebt der Plan die Entwicklung hochwertiger Materialien hervor. Genannt werden unter anderem Permanentmagnetbauteile mit hohem Energieprodukt und hoher Beständigkeit gegen Entmagnetisierung sowie kostengünstige Hochleistungsmagnetmaterialien. Konkrete Werkstoffe oder Herstellungsverfahren werden in diesem Zusammenhang nicht genannt. Bei den Halbleitermaterialien hebt der Plan Galliumoxid hervor. China will die Industrialisierung dieses Halbleitermaterials vorantreiben. Für die Halbleiterbranche insgesamt soll zudem die Versorgung mit wichtigen Produktionsanlagen, Materialien und Komponenten verbessert werden.
Wie weit Pekings Ambitionen in der Elektronik- und Halbleiterindustrie reichen, zeigt sich besonders beim Thema internationale Standards. China will sich stärker an internationalen Normungsverfahren beteiligen und die weltweite Verbreitung chinesischer Standards vorantreiben. Dies könnte den Export chinesischer Produkte erleichtern und zugleich den Einfluss des Landes auf die technischen Regeln globaler Zukunftsmärkte vergrößern.
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