Eine Tochter der China Rare Earth Group soll Mehrheiten an vier Verarbeitungsunternehmen übernehmen.
Der chinesische Seltenerdkonzern Shenghe Resources will Teile seines Verarbeitungsgeschäfts an eine Tochter der staatlichen China Rare Earth Group verkaufen. Vorgesehen ist die Übertragung von jeweils 51 Prozent an vier Tochtergesellschaften wie Shenghe am Montag mitteilte. Der erwartete Gesamtkaufpreis liegt bei umgerechnet rund 248 bis 271 Millionen US-Dollar.
Bei einem der vier Unternehmen sollen vor dem Verkauf noch andere Geschäftsbereiche ausgegliedert werden. Der Verwaltungsrat hat dem Vorhaben bereits zugestimmt. Bevor der Verkauf abgeschlossen werden kann, müssen unter anderem noch der endgültige Kaufpreis vereinbart und die Zustimmung der Aktionäre eingeholt werden.
Bereits im September hatte es laut Medienberichten Gespräche zu einer möglichen Übernahme von Shenghe gegeben. Der Konzern hatte die Gerüchte jedoch dementiert.
Unabhängig von der jetzt angekündigten Transaktion besteht bereits staatlicher Einfluss auf Shenghe: Größter Aktionär ist ein staatliches chinesisches Forschungsinstitut. Der geplante Verkauf würde vor allem weitere Verarbeitungskapazitäten unter der Kontrolle der China Rare Earth Group bündeln. Welche Folgen dies für Produktion, Preise oder internationale Lieferbeziehungen hätte, lässt sich aus der Ankündigung bislang nicht ableiten.
Auch mögliche Auswirkungen auf MP Materials, dem Betreiber der Mountain-Pass-Mine in Kalifornien, sind noch offen. Shenghe hält rund drei Prozent an dem größten Seltenerdproduzenten der USA. Bei einer Übernahme des Gesamtkonzerns würde auch diese Beteiligung mittelbar unter die Kontrolle der China Rare Earth Group geraten. Eine Übertragung dieses Anteils wird in den jetzigen Verkaufsplänen jedoch nicht angekündigt.
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