Resiliente Lieferketten und mehr Zusammenarbeit bei Diamanten und Edelmetallen angekündigt.
Auf ihrem Gipfeltreffen in Neu-Delhi haben sich die BRICS-Staaten* auf eine gemeinsame Abschlusserklärung geeinigt. Darin sprechen sie sich unter anderem für diversifizierte und robustere Lieferketten bei kritischen Rohstoffen aus. Rohstoffreiche Länder sollen stärker von Wertschöpfung und wirtschaftlicher Diversifizierung profitieren. Zugleich betont die Erklärung ausdrücklich die Souveränität der Staaten über ihre Rohstoffe und ihr Recht, Maßnahmen zur Verfolgung legitimer politischer Ziele zu ergreifen. Kritische Mineralien werden zudem als zentral für emissionsarme Energietechnologien, Energiesicherheit und resiliente Energielieferketten hervorgehoben.
In seiner Abschlussrede warnte der indische Premierminister Narendra Modi davor, dass der Einsatz von Technologien und kritischen Rohstoffen als politisches oder wirtschaftliches Druckmittel den gemeinsamen Fortschritt behindern könne. China nannte er dabei nicht ausdrücklich. Im vergangenen Jahr hatten chinesische Exportrestriktionen für Seltene Erden und Permanentmagnete jedoch die indische Automobilindustrie getroffen und Indiens Bemühungen um den Aufbau resilienterer Lieferketten verstärkt.
Mehr Zusammenarbeit bei Diamanten und Edelmetallen
Die BRICS-Erklärung widmet sich unterdessen auch dem Handel mit Diamanten und Edelmetallen und der Frage, wie dieser innerhalb des Staatenverbundes und auf dem Weltmarkt erleichtert werden kann. Dazu soll die Zusammenarbeit mit afrikanischen Diamantförderländern vertieft werden, wobei der Kimberley-Prozess gegen den Handel mit Konfliktdiamanten weiterhin eine zentrale Rolle spielen soll.
* Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika, Ägypten, Äthiopien, Iran, Vereinigte Arabische Emirate, Saudi-Arabien und Indonesien
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