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Carester baut Seltenerdprojekt in Malaysia aus

gepostet am vor 2 Wochen

Die Pläne für die Aufbereitungsanlage mit der heimischen Malaco Mining Group werden konkreter.

Der französische Seltenerdspezialist Carester und die malaysische Malaco Mining Group haben ihre Pläne für die Verarbeitung Seltener Erden konkretisiert. Anfang 2026 wurde zunächst eine Pilotanlage im malaysischen Bundesstaat Perak mit einer Kapazität von bis zu 3.000 Tonnen Seltenerdoxiden pro Jahr angekündigt. Dieser soll nun ein deutlich größeres Werk mit einer Kapazität von rund 13.000 Tonnen jährlich folgen, wie Reuters berichtete. Produziert werden sollen sowohl leichte als auch schwere Seltene Erden. Angaben zu Kosten und Zeitplan gibt es bislang nicht.

Ein Teil des in Malaysia erzeugten Rohmaterials soll künftig nach Frankreich geliefert werden. Dort baut Caresters Tochterunternehmen Caremag derzeit eine Anlage für die Raffination und das Recycling Seltener Erden.

Auch beim Abbau wollen die Partner enger zusammenarbeiten. Laut Reuters streben sie Genehmigungen für die Gewinnung Seltener Erden in mehreren Bundesstaaten an. In Malaysia kommen Seltene Erden vielfach in sogenannten Ionenadsorptionstonen vor, die hohe Anteile an besonders kritischen schweren Seltenen Erden enthalten. Anders als bei klassischen Erzlagerstätten müssen dabei keine harten Gesteine abgebaut werden, stattdessen werden die an Tonminerale gebundenen Metalle mithilfe von Lösungen direkt aus dem Boden herausgewaschen. Carester und die Malaco Mining Group arbeiten nach eigenen Angaben an Methoden, die eine Verunreinigung des Grundwassers und Erdrutsche verhindern sollen. Denn diese Art des Abbaus geht mit der Entfernung von Vegetation einher, die den Boden normalerweise stützt.

Neben diesem Potenzial im Bereich Gewinnung baut Malaysia auch seine Position in der nachgelagerten Wertschöpfungskette aus. Mit dem Werk des australischen Bergbaukonzerns Lynas befindet sich dort bereits eine der größten Verarbeitungsanlagen außerhalb Chinas. Erst dieser Tage hat Lynas zudem den Bau einer Magnetfabrik gemeinsam mit dem südkoreanischen Unternehmen JS Link bekanntgegeben.

Beitragsbild: iStock/Edwin Tan

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