Neuer Eigentümer des chinesischen Seltenerdkonzerns würde auch Fragen zur Beteiligung an MP Materials aufwerfen
Reuters berichtet am Wochenende exklusiv über eine mögliche Übernahme von Shenghe Resources durch die staatliche China Rare Earth Group. Gespräche darüber habe es bereits seit Anfang des Jahres gegeben, so die Nachrichtenagentur unter Berufung auf Insider. Shenghe Resources, ein börsennotierter chinesischer Seltenenerd-Konzern mit zahlreichen internationalen Beteiligungen, widersprach dem Bericht inzwischen in einem zentralen Punkt: Die Absicht, die Kontrolle über das Unternehmen an externe Parteien zu übertragen, besteht laut Hauptaktionär nicht. Hierbei handelt es sich um das Institute of Multipurpose Utilization of Mineral Resources, ein staatliches chinesisches Forschungsinstitut für mineralische Rohstoffe mit Sitz in Chengdu.
Ob Gespräche oder Sondierungen mit China Rare Earth Group stattgefunden haben, geht aus der Mitteilung jedoch nicht hervor.
Shenghe ist auch am US-Hoffnungsträger MP Materials beteiligt
Zu Shenghes internationalen Beteiligungen gehört ein Anteil von rund drei Prozent an MP Materials, dem Betreiber der Mountain-Pass-Mine in Kalifornien. Würde Shenghe künftig von einem chinesischen Staatskonzern kontrolliert, stünde damit auch dessen Beteiligung an MP Materials mittelbar unter staatlicher chinesischer Kontrolle. Angesichts der strategischen Bedeutung des US-Unternehmens würde dies Fragen über den weiteren Umgang mit der Beteiligung aufwerfen. Reuters zufolge ist bislang unklar, welche Auswirkungen eine mögliche Übernahme auf Shenghes Auslandsbeteiligungen hätte.
Über Jahre nahm Shenghe einen großen Teil des in Mountain Pass produzierten Seltene-Erden-Konzentrats ab und vermarktete es in China weiter. Diese Lieferbeziehung endete 2025; der Abnahmevertrag zwischen beiden Unternehmen lief Anfang 2026 aus.
Photo: Alexandr Baranov via Canva

