Peking untersagt die Lieferung chinesischer Dual-Use-Güter an unter anderem MP Materials und USA Rare Earth. Die Folge für den Aufbau alternativer Wertschöpfungsketten für Seltene Erden bleiben abzuwarten.
China hat zehn weitere US-Unternehmen auf seine Exportkontrollliste gesetzt und mit sofortiger Wirkung die Lieferung von Dual-Use-Gütern an sie untersagt. Dies gilt auch für indirekte Lieferungen über Drittstaaten. Das gab das chinesische Handelsministerium am Montag bekannt. Die Maßnahme betrifft unter anderem MP Materials und USA Rare Earth, die in den vergangenen Monaten Fördermittel von der US-Regierung für den Aufbau einer heimischen Seltenerd-Lieferkette erhalten haben.
Der Schritt könnte eine Reaktion auf eine kürzlich erfolgte, vergleichbare Maßnahme der USA sein, betroffen waren mehrere chinesische Unternehmen mit mutmaßlichen Militärbezügen, schreibt Reuters.
Begründet wird die Erweiterung der Liste mit der nationalen Sicherheit, wie auch vorherige Exportauflagen für Dual-Use-Güter, die sowohl in zivilen als auch militärischen Technologien eingesetzt werden können. Dazu zählen kritische Rohstoffe wie Gallium, Germanium und bestimmte Seltenerdelemente, außerdem teils deren Verbindungen, Ausrüstung zu ihrer Verarbeitung sowie Endprodukte wie Permanentmagnete.
Mit der Ankündigung von Montag werden die bisherigen Regeln, nach denen lediglich Exportlizenzen erforderlich waren, für die genannten zehn US-Unternehmen somit verschärft.
Der Schritt sei eher symbolisch, zitiert Reuters einen Analysten. Durch ihre Verbindung zur US-Regierung und US-Verteidigungsindustrie wären die Unternehmen ohnehin kaum in China aktiv. Wie sich das Exportverbot allerdings auf den Aufbau unabhängiger Wertschöpfungsketten für Seltene Erden auswirken wird, bleibt angesichts von Chinas dominierender Rolle in diesem Bereich abzuwarten.
Die beiden Länder sind seit Jahren in einen Handelskonflikt verwickelt, der von zwischenzeitlichen Verschärfungen und Phasen von vergleichsweiser Entspannung geprägt ist.
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