In dieser Woche waren es einmal mehr die Bodenschätze Brasiliens, die internationales Interesse auf sich zogen. Dieses Mal ist es Lynas, der wichtigste Produzent Seltener Erden außerhalb Chinas, der sich den Zugriff sichern möchte. Zugleich baut das Unternehmen seine Rolle in alternativen Lieferketten weiter aus, und zwar als Lieferant für ein südkoreanisches Unternehmen in Vietnam. – Die Details finden Sie in unserem Roundup.
Seltenerd-Exportkontrollen: China bestätigt Verlängerung der Handelsabsprache
Nach dem Trump-Xi-Gipfel vergangene Woche zeichnete sich ein weiterer zweimonatiger Aufschub der zusätzlichen Exportauflagen rund um Seltene Erden ab. Nun gibt es von chinesischer Seite einen weiteren Hinweis in diese Richtung.
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Lynas will sich großes Seltenerdvorkommen in Brasilien sichern
Lynas will seine Rohstoffbasis deutlich ausbauen und dafür Meteoric Resources übernehmen. Meteoric kontrolliert das brasilianische Caldeira-Projekt, das große Mengen leichter und schwerer Seltener Erden enthält. Für Teile der geplanten Produktion gibt es allerdings bereits mehrere potenzielle Abnehmer. Die Vereinbarungen sind bislang nicht bindend. Ob sie nach einer Übernahme durch Lynas in dieser Form umgesetzt werden, ist offen.
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LS Eco Energy will Samarium in Vietnam produzieren
Das südkoreanische Unternehmen LS Eco Energy will in Vietnam eine Produktionsanlage für Samariummetall bauen. Vorgesehen ist eine Jahreskapazität von rund 240 Tonnen. Später soll die Metallproduktion auf Dysprosium, Terbium und Neodym-Praseodym ausgeweitet werden. Das Rohmaterial soll der australische Seltenerdproduzent Lynas liefern.
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Rohstoffe: Neues Frühwarnsystem der DERA
Die Deutsche Rohstoffagentur (DERA) hat ein neues Frühwarnsystem für die Rohstoffversorgung gestartet. Es überwacht weltweit knapp 900 Bergbau- und Raffineriestandorte für zwölf strategisch wichtige Rohstoffe, darunter Kupfer, Lithium, Seltene Erden, Germanium und Antimon. Bei Ereignissen, die die Lieferketten erheblich beeinträchtigen könnten – darunter Naturkatastrophen, aber auch Exportkontrollen oder Werksschließungen – werden Unternehmen gewarnt und erhalten eine Einschätzung der möglichen Auswirkungen auf die Märkte. Laut DERA soll das System auch zur Umsetzung des Critical Raw Materials Acts der EU dienen, der den Aufbau resilienter Lieferketten zum Ziel hat.
Die Anmeldung ist ab sofort möglich.
Nicht nur Seltene Erden: Hertha will Lücke bei NdFeB-Magneten schließen
Bei Seltenerdmagneten stehen meist Neodym, Praseodym oder Dysprosium im Mittelpunkt. Doch NdFeB-Magnete bestehen zu einem großen Teil aus hochreinem Eisen und genau hier weist die US-Lieferkette bislang eine Lücke auf. Hertha Metals will diese mit einer neuen Produktionsanlage in Texas schließen und hat dafür 133,65 Millionen US-Dollar eingeworben. Zusätzlichen Rückenwind liefern neue Beschaffungsvorgaben des US-Verteidigungsministeriums.
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Pentagon fördert Wolframprojekt in Cornwall
Mit über 9 Millionen Dollar will das US-Verteidigungsministerium das Wolframprojekt Redmoor im britischen Cornwall fördern. Die Lagerstätte enthält auch Kupfer und Zinn. Die Finanzmittel sind unter anderem für weitere Bohrungen und Machbarkeitsstudien vorgesehen. Parallel laufen nach Angaben des Projektentwicklers Cornwall Resources Gespräche über eine Anbindung an US-Lieferketten und mögliche Abnahmeverträge.
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