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Kritische Rohstoffe: Deutschland und Argentinien treiben Partnerschaften voran

gepostet am vor 2 Jahren

Der Rohstoffsektor des lateinamerikanischen Landes weckt das Interesse deutscher Regierungs- und Industrievertreter bei einer Konferenz in Berlin.

Eine argentinische Delegation unter der Leitung von Bergbauministerin Flavia Royon traf letzte Woche in Berlin mit deutschen Politikern und Industrievertretern zusammen, um Kooperationen im Bereich kritischer Mineralien zu erörtern. In einem anschließenden Statement hob Royon die mögliche Rolle ihres Landes bei Deutschlands und Europas Bemühungen zur Diversifizierung der Lieferketten hervor. Sie betonte, dass insbesondere die Kupfer- und Lithiumindustrie auf großes Interesse bei der deutschen Delegation gestoßen sei.

Wie das deutschsprachige Argentinisches Tagesblatt berichtet, wurde unter anderem eine Absichtserklärung unterzeichnet zwischen dem auf Energiewendeprojekte spezialisierten deutschen Unternehmen Eusati und dem argentinischen Lithiumproduzenten YPF Litio sowie der Kooperation Y-Tec.  Ziel ist die Förderung von Joint Ventures und die gemeinsame Weiterentwicklung des argentinischen Lithiumsektors.

Die Fortsetzung der Gespräche könnte im März stattfinden, wenn eine deutsche Delegation des Wirtschaftsausschusses nach Argentinien und ins benachbarte Uruguay reist. Im Mittelpunkt der Gespräche sollen die Themen Lithium und Wasserstoff stehen.

Argentinien: Enormes Potenzial – notwendige Investitionen

Nach Angaben des U.S. Geological Survey verfügt Argentinien über die viertgrößten Lithiumreserven der Welt (PDF). Dennoch wird das Land von Konkurrenten wie Australien in den Schatten gestellt, dessen Lithiumproduktion 2023 fast zehnmal so hoch war wie die argentinische. Investitionen in den Sektor könnten dies jedoch ändern. Angesichts dieses Potenzials unterzeichnete EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen letztes Jahr eine Absichtserklärung mit dem argentinischen Präsidenten Alberto Ángel Fernández, um nachhaltige Wertschöpfungsketten für Rohstoffe zu schaffen. Argentinien könnte ein „Powerhouse“ für grüne Energie werden, so von der Leyen damals.

Photo: iStock/Oleksii Liskonih

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