info@doobloo.com
+423 239 01 17
  • Home
  • Ihre Vorteile
    • Der Markt
    • Erfolgsfaktoren
    • Vermögensschutz
  • Seltene Erden
    • Situation
    • Terbiumoxid
    • Dysprosium
    • Neodymoxid
    • Praseodymoxid
    • Lagerung
  • Platin-Gruppen-Metalle
    • Situation
    • Ruthenium
    • Iridium
    • Rhodium
    • Lagerung
  • Technologiemetalle
    • Situation
    • Gallium
    • Germanium
    • Indium
    • Rhenium
    • Hafnium
    • Lagerung
  • News
  • Kontakt
+321 123 4567
My Account

Recycling wird strategisch: E-Waste World Conference & Expo 2026

gepostet am vor 3 Stunden

Auf der Fachmesse in Frankfurt am Main standen das Potenzial der Kreislaufwirtschaft als Rohstoffquelle, aber auch zentrale Herausforderungen und innovative Lösungsansätze im Fokus. Rohstoff.net war vor Ort.

Recycling und Kreislaufwirtschaft werden längst nicht mehr nur unter Nachhaltigkeits- und Entsorgungsaspekten diskutiert. Als potenzielle Rohstoffquelle und Beitrag zur Versorgungssicherheit gewinnen sie zunehmend industriepolitische und geopolitische Bedeutung. Das spiegelt sich auch auf der E-Waste World Conference & Expo in Frankfurt am Main wider. Mittlerweile eines der weltweit wichtigsten Branchentreffen, hat sich die Fachmesse und Ausstellung von Jahr zu Jahr vergrößert.

2026 fand das Event am 17. und 18. Juni in der zentralen Halle 3 der Messe Frankfurt statt. Nach Angaben des Veranstalters Trans-Global Events kamen mehr als 400 Aussteller, über 180 Redner und Panelisten sowie mehr als 4.500 Besucher aus Industrie, Politik und Wissenschaft zusammen. In mittlerweile vier parallelen Konferenzsträngen widmete sich die Messe zentralen Themen der Kreislaufwirtschaft: E-Waste und WEEE, Battery Recycling, Metal & Critical Raw Material Recycling sowie ITAD & Circular Electronics.

E-Waste Expo Besucher
Fester Treffpunkt für die Recyclingbranche.

Dabei zog sich ein Leitmotiv durch viele Vorträge und Diskussionen: Die strategische Bedeutung von Recycling ist erkannt – nun drängt die Umsetzung. Zwar seien Bewusstsein und Investitionen in entsprechende Technologien in den vergangenen Jahren bereits merklich gewachsen, sagte Pascal Leroy, Generaldirektor des WEEE Forums, in seinem Grußwort im Konferenzstrang E-Waste. Im anschließenden Gespräch mit John Shegerian, CEO des US-Recyclingunternehmens ERI, wurde zugleich deutlich: Noch immer gehen zu viele wertvolle Ressourcen verloren.

FutuRaM: Welche Rohstoffschätze stecken in Europas Abfallströmen?

Ein konkretes Beispiel zeigte Kees Baldé auf, Senior Scientific Specialist beim Ausbildungs- und Forschungsinstitut der Vereinten Nationen (UNITAR). Als wissenschaftlicher Koordinator war er am EU-geförderten Forschungsprojekt FutuRaM beteiligt, einer der bislang umfassendsten Bestandsaufnahmen zu kritischen Rohstoffen in Europas Abfallströmen wie Elektroschrott und Bergbauhinterlassenschaften. Demnach könnte die Region durch verbesserte Rückgewinnungssysteme bis 2050 jährlich zwischen 4,1 und 5,7 Millionen Tonnen wertvoller Materialien daraus zurückgewinnen. In einem Kreislaufwirtschaftsszenario könnten so bis zu 56 Prozent der Primärrohstoffimporte ersetzt werden.

E-Waste World Expo Ausstellung
Viel zu sehen gab es auf der Ausstellungsfläche.

Aktuell gibt es jedoch erhebliche Lücken. Ein Teil der Altprodukte gelangt gar nicht erst in reguläre Sammel- und Behandlungssysteme, sondern wird verbrannt, deponiert oder verlässt Europa über schwer nachvollziehbare Stoffströme. Hinzu kommen Verluste durch unzureichende Sortierung und Demontage. Seltene Erden aus Permanentmagneten werden etwa oft gemeinsam mit eisenhaltigen Materialströmen verwertet. Um Europas „Urban Mine“ besser nutzbar zu machen, brauche es nach Baldé mehr Daten und einheitliche Standards für die Erfassung von Abfall- und Sekundärrohstoffströmen. Auch Recyclingkapazitäten müssten ausgebaut und die Kreislauffähigkeit beim Produktdesign von Anfang an mitgedacht werden.

E-Waste Expo Besucher 2
Tausende Besucher kamen zur zweitägigen E-Waste World Expo.

Um ungenutztes Potenzial ging es auch im Konferenzstrang Metals & Critical Raw Material Recycling. Dr. Britta Bookhagen, Leiterin des Arbeitsbereichs Sekundärrohstoffe bei der Deutschen Rohstoffagentur (DERA), und Christian Hagelüken, unabhängiger Berater für Edelmetall- und Recyclingfragen, widmeten sich dem Thema Mobiltelefone. Allein in deutschen Haushalten werden rund 167 Millionen ungenutzte Handys und Smartphones gehortet. Gleichzeitig ist die Datenlage zum Verbleib nach dem Ende der Nutzung lückenhaft, denn verlässliche Informationen gibt es laut Bookhagen nur zu Geräten, die auf den Markt gebracht werden. Viele Handys werden also auch exportiert oder unsachgemäß entsorgt.

Die Referenten wiesen zudem auf eine Herausforderung künftiger Recyclingtechnologien hin. Da sich die Zusammensetzung von Mobiltelefonen im Laufe der Jahre verändert habe, sei der reine Metallwert älterer Geräte höher, weil sie mehr Edelmetalle enthalten. Moderne Smartphones dagegen hätten einen vergleichsweise hohen Gehalt an Nischenrohstoffen wie Gallium oder Seltenen Erden. Diese lassen sich jedoch bislang deutlich schwerer zurückgewinnen. Für neue Recyclingverfahren ergibt sich daraus ein Zielkonflikt: Um wirtschaftlich zu sein, sollten die Technologien einerseits mehr auf kritische Rohstoffe abzielen, ohne zugleich die etablierte Rückgewinnung von Edelmetallen zu vernachlässigen.

Germanium: Vieles liegt im Dunkeln

Unerschlossene Materialströme thematisierte auch Dr. Christian Hell, Senior Manager Germanium & Minor Metals bei dem Rohstoffhändler TRADIUM. Bei Germanium gibt es ihm zufolge noch viele Hürden bei der Kreislaufführung zu überwinden. Die Primärproduktion sei stark von China geprägt, anschließend werde das Material oft in Europa weiterverarbeitet und etwa in den USA für Hightech-Anwendungen wie Infrarotoptiken genutzt. Am Ende ihrer Nutzung kehren solche Komponenten jedoch kaum in den europäischen Materialkreislauf zurück. Um die Wiederverwertung von Germanium in Europa wirtschaftlich tragfähiger zu machen, brauche es laut Hell politische und marktbezogene Anreize wie besseren Zugang zu Altgeräten oder auch verbindliche Abnahmezusagen innerhalb der EU.

E-Waste expo Christian Hell
Dr. Christian Hell von der TRADIUM GmbH thematisierte die Herausforderungen beim Recycling von Germanium.

Welche Instrumente geeignet sind, um solche Hürden zu senken und die Nachfrage nach Sekundärrohstoffen anzukurbeln, wurde in zahlreichen Panels ebenfalls diskutiert – etwa am Beispiel der neuen EU-Altfahrzeugverordnung. Während nicht immer Einigkeit über die Gewichtung politischer Vorgaben wie Quoten bestand, lautete ein wiederkehrender Befund: Ohne mehr Kooperation auf allen Stufen der Wertschöpfungskette lassen sich die Potenziale kritischer Rohstoffe aus Sekundärquellen kaum heben.

Critical Raw Materials erhalten ab 2027 noch mehr Aufmerksamkeit

Genau dafür bietet die E-Waste World Conference & Expo eine zunehmend wichtige Plattform. Nicht nur die Panels waren gut besucht; auch auf der Ausstellungsfläche zeigte sich ein reger Austausch zwischen etablierten Technologieanbietern, Start-ups, Rohstoffunternehmen, Industrieanwendern sowie politischen und wissenschaftlichen Institutionen. Die Veranstaltung hat sich damit fest als Branchentermin etabliert. Im kommenden Jahr soll die Struktur nochmals erweitert werden: Critical Raw Materials werden von Metals getrennt, für sie ist ab 2027 ein eigener Konferenzstrang geplant.

E-Waste 2027
2027 kehrt die E-Waste World Conference & Expo nach Frankfurt zurück.

Photos: Rohstoff.net

Vorheriger Beitrag
Lagerhaltung, Recycling, Zielquoten: G7 planen Rohstoffoffensive

Neueste Beiträge

  • Recycling wird strategisch: E-Waste World Conference & Expo 2026 19. Juni 2026
  • Lagerhaltung, Recycling, Zielquoten: G7 planen Rohstoffoffensive 18. Juni 2026
  • Seltenerd-Lieferketten: Ucore und Sumitomo gehen Kooperation ein  16. Juni 2026
  • Die Rohstoffwoche – Die wichtigsten Nachrichten aus KW 24 12. Juni 2026
  • Shin-Etsu plant neue Seltenerdraffinerie in Japan 11. Juni 2026

Kategorien

  • Neuigkeiten (1.161)
  • News (55)
  • Presse (8)

WENDEPUNKT

Wir erleben derzeit die größte Wirtschaftskrise unserer Geschichte. Banken die faule Kredite nicht mehr ausbuchen müssen. Abwanderung der Industrie ins Ausland und eine riesige Insolvenzwelle.

Was sind die Folgen für uns wirtschaftlich und gesellschaftlich?

Kundenbewertungen & Erfahrungen zu doobloo AG. Mehr Infos anzeigen.
doobloo AG
Meierhofstrasse 2 | FL – 9490 Vaduz
info@doobloo.com
+423 23 90 117

© 2021-2026 doobloo AG

  • Home
  • Preise
  • Impressum