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Rosneft übernimmt Kontrolle über Russlands größtes Seltene Erden-Vorkommen

gepostet am vor 12 Monaten

Im November rief Präsident Putin zu mehr Investitionen in die heimische Industrie auf.

Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Interfax hat sich Rosneft, der größte Ölproduzent des Landes, das bedeutendste Seltene-Erden-Vorkommen Russlands – Tomtor – gesichert. Aus dem russischen Unternehmensregister geht hervor, dass sich das Unternehmen am 20. Mai die vollständige Kontrolle über Vostok Engineering verschafft hat, den Inhaber der Förderlizenz für das Projekt.

Das Tomtor-Vorkommen liegt in der abgelegenen Region Jakutien im russischen Fernen Osten und könnte zu einem Schlüsselprojekt für Moskaus Ambitionen werden, eine führende Rolle in der globalen Produktion Seltener Erden einzunehmen. Bereits 2020 stellte Russland einen Investitionsplan in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar vor, um nach China zum zweitgrößten Produzenten weltweit aufzusteigen.

Der Ausbau des Sektors gewann im vergangenen November an Fahrt, als Präsident Putin Verzögerungen bei Großprojekten wie Tomtor kritisierte und zu höheren Investitionen aufrief (wir berichteten). Schon damals spekulierten Branchenbeobachter, dass Rosneft in das Projekt einsteigen könnte.

Mit dem nun abgeschlossenen Erwerb könnte der staatlich unterstützte Energiekonzern eine zentrale Rolle im russischen Seltene-Erden-Sektor übernehmen. Laut der U.S. Geological Survey verfügt Russland über geschätzte 3,8 Millionen Tonnen an Seltene-Erden-Reserven – das fünftgrößte Vorkommen weltweit. Das Tomtor-Vorkommen selbst ist zwar bislang nicht offiziell nachgewiesen und zählt daher nicht zu den Reserven des Landes, wird aber laut dem Investitionsportal der Arktischen Zone der Russischen Föderation auf rund 3,2 Millionen Tonnen Seltene-Erden-Oxide sowie etwa 1,3 Millionen Tonnen Niobium – ein weiteres strategisch wichtiges Mineral – geschätzt.

Photo: ugurhan via Canva

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