Demonstrationsanlage in Chile soll Betriebsdaten für ein kommerzielles Metall- und Legierungswerk im US-Bundesstaat Louisiana liefern.
Beim Aufbau alternativer Wertschöpfungsketten für Seltene Erden bleibt die Herstellung von Metallen und Legierungen eine kritische Lücke. Chinesische Unternehmen dominieren diesen Verarbeitungsschritt seit Jahrzehnten. Aclara Resources will hier neue Kapazitäten schaffen. Das kanadische Bergbauunternehmen hat in Chile eine Demonstrationsanlage mit dem dort ansässigen Industriekonzern CAP eröffnet (PDF).
Als Ausgangsmaterial für die Verarbeitung zu Metallen und Legierungen sollen zunächst Neodym und Praseodym dienen. Die Anlage ist nach Unternehmensangaben für bis zu 175 Kilogramm Seltenerdmetall pro Tag ausgelegt. Eine spätere Erweiterung um Legierungen mit Dysprosium wird geprüft.
Die Daten aus dem Testbetrieb will Aclara in die Planung eines kommerziellen Metall- und Legierungswerks im US-Bundesstaat Louisiana integrieren. Dieses ist Teil von Aclaras geplanter Lieferkette, die Bergbauprojekte in Brasilien und Chile mit der Weiterverarbeitung in den USA verbinden soll. Die dafür nötigen Trennverfahren erprobt das Unternehmen derzeit in Virginia, die Palette soll nun um Yttrium, Gadolinium und Samarium erweitert werden (PDF). Diese drei Elemente unterliegen ebenso wie Dysprosium und einige weitere Seltene Erden seit April 2025 chinesischen Exportauflagen; der Aufbau zusätzlicher Lieferquellen hat seitdem an Fahrt aufgenommen.
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