Die Pläne für Betrieb und Stilllegung des Bergwerks umfassen 15 Seltenerdelemente und vier Technologiemetalle. Ein Termin für den Baustart steht noch nicht fest.
Das Seltenerdprojekt Tanbreez im Südwesten Grönlands ist der geplanten Förderung einen weiteren Schritt nähergekommen. Die Regierung hat den Plan für den Betrieb sowie die spätere Stilllegung und Sanierung der Mine genehmigt. Die Entscheidung gilt bis zum 8. September 2050, wie der Projektentwickler Critical Metals Corp. mitteilte.
Für das Vorkommen zwischen Narsaq und Qaqortoq besteht bereits seit 2020 eine Abbaukonzession. Eine endgültige Baufreigabe ist jedoch auch mit der jetzt erteilten Genehmigung nicht verbunden. Benötigt werden dem Unternehmen zufolge unter anderem noch Freigaben für Umweltmanagement, Arbeitssicherheit sowie Export und Verkauf der Rohstoffe. Zudem muss die vorgeschriebene finanzielle Sicherheit hinterlegt werden.
Zur Förderung zugelassen wurden alle Seltenerdelemente mit Ausnahme von Scandium und Promethium sowie die Technologiemetalle Zirconium, Hafnium, Tantal und Niob. Promethium kommt in der Natur nur in geringsten Spuren vor und ist für den Bergbau praktisch bedeutungslos. Scandium wird dagegen unter anderem für leichte Aluminiumlegierungen und Festoxid-Brennstoffzellen genutzt. Warum es nicht berücksichtigt wurde, erläutert Critical Metals nicht; in den bisherigen Projektunterlagen wird es nicht als vorgesehenes Abbauprodukt ausgewiesen.
Gewinnung könnte technisch anspruchsvoll sein
Tanbreez zeichnet sich nach Unternehmensangaben durch einen relativ hohen Anteil besonders kritischer schwerer Seltener Erden aus. Aufgrund der Zusammensetzung des Hauptminerals Eudialyt könnte die Gewinnung jedoch technisch anspruchsvoll sein. Entsprechende Verfahren wurden bislang im Labor- und Pilotmaßstab erprobt.
Parallel zu den Genehmigungsverfahren arbeitet Critical Metals an der benötigten Infrastruktur. Anfang 2026 startete der Bau einer Pilotanlage (wir berichteten). Teile des künftig geförderten Materials sollen außerdem in Rumänien und Saudi-Arabien weiterverarbeitet werden. Wann die eigentliche Errichtung der Mine beginnen könnte, ist weiterhin offen.
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