Bereits beschlossen sind strengere Beschaffungsvorgaben ab 2027, unter anderem für Seltenerdmagneten. Ein neuer Erlass soll zusätzlich Ausnahmen erschweren und die Kontrolle der Lieferketten stärken.
Ab dem 1. Januar 2027 sollen strengere Regeln bei Beschaffungen des US-Verteidigungsministeriums gelten. Bestimmte Seltenerdmagneten sowie Tantal- und Wolframprodukte dürfen dann nicht mehr bezogen werden, wenn Teile der Lieferkette aus China, Russland, Iran oder Nordkorea stammen. Durch einen neuen Erlass von US-Präsident Donald Trump werden die künftigen Vorgaben nun weiter verschärft.
Vor allem Ausnahmen sollen schwieriger werden: Auftragnehmer müssen nachweisen, dass sie keine zulässige Alternative gefunden haben, und einen verbindlichen Fahrplan für den Wechsel der Bezugsquelle vorlegen. Zugleich sollen Rüstungsunternehmen ihre Lieferketten deutlich umfassender offenlegen. Das US-Verteidigungsministerium wurde angewiesen, innerhalb von 180 Tagen entsprechende Vorgaben auszuarbeiten.
Nutzen Unternehmen weiterhin Materialien oder Komponenten von als unzuverlässig eingestuften ausländischen Lieferanten, können sie zum Wechsel auf eine alternative Quelle verpflichtet werden, sofern verfügbar. Bei ausbleibender Umsetzung könnte unter anderem die Aussetzung oder Kündigung von Aufträgen erfolgen. Gleichzeitig soll das Ministerium Prüf- und Zulassungsverfahren beschleunigen.
Die Umsetzung der strengeren neuen Regularien könnte allerdings herausfordernd werden. Denn trotz zunehmender Investitionen in heimische Lieferketten sowie Rohstoffprojekte in Partnerstaaten sind die USA weiterhin stark von China abhängig. Zusätzlichen Druck könnten die im Oktober 2025 angekündigten chinesischen Exportkontrollen für weitere Seltenerdprodukte, Produktionsanlagen und Technologien ausüben. Sie sind derzeit bis 10. November des laufenden Jahres ausgesetzt. Sollten sie in Kraft , dürfte dies Auswirkungen auf die US-Rüstungsindustrie haben, da viele der betroffenen Materialien auch militärisch genutzt werden.
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