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Brasilianischer Seltenerdproduzent Viridis setzt auf westliche Abnehmer

gepostet am vor 1 Tag

Das australische Bergbauunternehmen plant derzeit keine Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern und meldet zudem seine erste Produktion von Seltenerdkonzentrat.

Viridis Mining and Minerals will die Produktion aus seinem Seltenerdprojekt Colossus in Brasilien künftig vor allem in die USA und Europa verkaufen. Derzeit sei man im Gespräch mit möglichen Abnehmern, sagte CEO Rafael Moreno gegenüber Reuters. Trotz des großen Interesses aus China sei eine Zusammenarbeit mit dortigen Partnern aktuell nicht geplant.

Colossus befindet sich im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais und soll nach Angaben von Viridis bis Ende 2028 die volle Produktionskapazität erreichen. Die Lagerstätte zählt früheren geologischen Untersuchungen zufolge zu den weltweit ergiebigsten Vorkommen von Seltenen Erden aus sogenannten Ionenadsorptionstonen. Diese treten vor allem in tropischen und subtropischen Regionen auf und sind die wichtigste Quelle für industriell besonders gefragte schwere Seltene Erden wie Dysprosium und Terbium.

Bislang werden solche Vorkommen überwiegend in China und Myanmar kommerziell abgebaut, während die Weiterverarbeitung fast ausschließlich in der Volksrepublik stattfindet. Obwohl Brasilien wegen seiner geologischen Voraussetzungen als potenziell vielversprechender künftiger Produzent gilt, bleibt die Raffinierung außerhalb Chinas ein Engpass. Entsprechend entstehen in Brasilien selbst, aber auch in weiteren Regionen wie den USA und Europa daher neue Verarbeitungskapazitäten. Vor diesem Hintergrund dürfte auch die Ankündigung von Viridis zu sehen sein.

Erst vor wenigen Tagen meldete das Unternehmen zudem die erste Produktion von gemischtem Seltenerdkarbonat in seiner neuen Demonstrationsanlage im brasilianischen Poços de Caldas – ebenfalls in Minas Gerais – bekannt (PDF). Diese zählt nach Angaben von Viridis zu den größten ihrer Art außerhalb Chinas für die Verarbeitung von Seltenen Erden aus Ionenadsorptionstonen. Das Projekt könnte laut Moreno auch die laufenden Abnahmeverhandlungen erleichtern.

Mit Serra Verde hat Ende des vergangenen Jahres bereits ein anderer brasilianischer Seltenerdproduzent angekündigt, vor allem westliche Kunden beliefern zu wollen. Diese Ausrichtung wurde damit begründet, dass auch dort in naher Zukunft geeignete Trennanlagen zur Verfügung stehen dürften.

Photo: filipefrazao via Canva

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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