Gegengewicht zu Chinas Dominanz angestrebt.
Die Quad-Staaten USA, Japan, Australien und Indien haben sich in dieser Woche auf umfangreiche Investitionen in die Lieferketten für kritische Rohstoffe geeinigt. Bei ihrem Treffen in Neu-Delhi beschlossen die Außenminister der vier Länder ein neues Rahmenwerk, das die Versorgung mit strategisch wichtigen Mineralien sicherer, breiter aufgestellt und widerstandsfähiger machen soll. Nach Angaben der Partner könnten bis zu 20 Milliarden US-Dollar an öffentlichen und privaten Mitteln mobilisiert werden. Unterstützt werden sollen Projekte in den Bereichen Bergbau, Verarbeitung und Recycling kritischer Rohstoffe. Die Finanzierung kann unter anderem über Exportkreditagenturen, Entwicklungsbanken, private Investoren, Garantien, Kredite, Beteiligungen oder Abnahmevereinbarungen erfolgen.
Ziel der Initiative ist es, Abhängigkeiten in globalen Rohstoffketten zu verringern und alternative Bezugsquellen aufzubauen. Derzeit bestimmt China die Märkte für zahlreiche Materialien, die für Hightechindustrien unverzichtbar sind, so etwa Seltene Erden oder Germanium.
Die Quad-Gruppe umfasst die USA, Japan, Australien und Indien und dient der sicherheits- und wirtschaftspolitischen Abstimmung im Indo-Pazifik. Zuvor hatten die USA und Indien bereits mehr Kooperation im Rohstoffbereich angekündigt (wir berichteten).
Beitragsbild: via Canva, Montage Rohstoff.net

