Wirtschaftsbeziehungen sollen qualitativ verbessert werden.
Kasachstan will sich als wichtiger Produzent kritischer Rohstoffe etablieren. Vor zwei Jahren hatte der damalige deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz bei einem Staatsbesuch eine engere Kooperation mit dem zentralasiatischen Land vereinbart, in dieser Woche war Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche vor Ort. Kasachstan ist der wichtigste Wirtschaftspartner Deutschlands in Zentralasien und der viergrößte Öllieferant, zudem verfügt es über 21 der 34 Rohstoffe, die die EU als strategisch einstuft. Trotz dieses Potentials war es der erste Besuch eines deutschen Wirtschaftsministers dort seit 19 Jahren.
Bei den Gesprächen zwischen Reiche und dem kasachischen Premierminister Olzhas Bektenov ging es nun um eine Vertiefung der Zusammenarbeit in Wirtschaft, Industrie, Energie, Transportlogistik und kritischen Rohstoffen. Bektenov warb dabei für einen Übergang von klassischem Handel hin zu industrieller und technologischer Kooperation, etwa durch lokale Produktion, Technologietransfer und Ausbildung von Fachkräften. Denn ohne Know-how kann das Rohstoffpotential nicht ausreichend genutzt werden.
In den letzten fünf Jahren sind nach Angaben des kasachischen Ministeriums für Industrie und Bauwesen rund eine Milliarde US-Dollar an privaten Investitionen in Kasachstans Bergbausektor geflossen.
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