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Handelskonflikt und Exportkontrollen: EU setzt China Frist

gepostet am vor 3 Monaten

Brüssel will im Handelsstreit mit Peking will Brüssel konkrete Ergebnisse bis Oktober sehen. Im Mittelpunkt stehen Marktverzerrungen, Lieferketten und Chinas Rolle bei kritischen Rohstoffen. 

Die Europäische Union will mehr Klarheit in ihrem Verhältnis zu China: Bis Oktober sollen konkrete Fortschritte in ihrem Handelskonflikt erzielt werden. Diese Erwartung formulierte EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič bei einem Treffen mit Chinas Handelsminister Wang Wentao am Montag in Brüssel. Dort fanden die EU-China Trade and Investment Consultations statt, ein neues Format, um den Dialog auf Ministerebene zu stärken. Konkret erwartet die EU bis zum Oktober Ergebnisse in vier Arbeitsbereichen: ausgewogenere Handels- und Investitionsbeziehungen, Exportkontrollen, geistige Eigentumsrechte und die Reform der Welthandelsorganisation WTO.

Im Zentrum des Konflikts steht aus Brüsseler Sicht das wachsende Handelsungleichgewicht zwischen der EU und China. Hinzu kommen chinesische Überkapazitäten, günstige Importe, aus EU-Sicht unfaire Handelspraktiken sowie erschwerter Marktzugang für europäische Unternehmen, wie Euronews schreibt. Besonders sichtbar wurde die Abhängigkeit Europas und die enge Verflechtung mit der eigenen industriellen Wettbewerbsfähigkeit immer wieder durch Chinas Exportauflagen für mehrere kritische Rohstoffe. Nach dem Inkrafttreten der Restriktionen für bestimmte Seltenerdprodukte im April 2025 etwa kam die Versorgung mit diesen Materialien zeitweise zum Erliegen.

Bereits beim EU-Gipfel Mitte Juni hatten die Staats- und Regierungschefs über einen schärferen Umgang mit China beraten. Kurz darauf kündigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ein neues Diversifizierungsinstrument an. Unternehmen sollen dadurch stärker dazu bewegt werden, wichtige Bezugsquellen breiter aufzustellen und Abhängigkeiten von einzelnen Lieferländern zu reduzieren.

Photo: iStock/nantonov

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