Der Monatsvergleich zeigt deutlich die Volatilität der beiden Märkte.
Nach einer kurzzeitigen Erholung im Juli sind Chinas Galliumexporte im August stark eingebrochen. Laut aktuellen Daten der chinesischen Zollbehörde lieferte das Land nur 350 Kilogramm ins Ausland. Im Juli waren es noch 7.200 Kilogramm gewesen, im Vorjahreszeitraum August 2025 nahezu genauso viel: 7.201 Kilogramm. Gegenüber beiden Vergleichsmonaten gingen die Ausfuhren damit um rund 95 Prozent zurück.
Die gesamten 350 Kilogramm erhielt im August 2026 Südkorea. Im Juli war Deutschland noch der größte Abnehmer gewesen, gefolgt von Malaysia.

Bei Germanium zeigt sich im August ein anderes Bild: China exportierte mit 2.769 Kilogramm die bislang größte Monatsmenge in diesem Jahr und rund 88 Prozent mehr als im Juli. Gegenüber August 2025 stiegen die Ausfuhren sogar um rund 137 Prozent. Damals hatte China 1.166 Kilogramm ins Ausland geliefert.

Der Großteil des Materials ging im August 2026 wie in den vergangenen Monaten nach Russland. Nennenswerte Mengen erhielten auch Deutschland und die Türkei.
Bemerkenswert ist, dass Japan mit 48 Kilogramm beliefert wurde, obwohl China im Januar 2026 seine Exportauflagen gegen den Inselstaat verschärft hat. Die Beschränkungen richten sich gegen Lieferungen für den dortigen Militärsektor; zivile Ausfuhren bleiben möglich. Japan erhielt seitdem deutlich weniger Material aus China.
Ein Blick auf die Ausfuhrmengen der vergangenen Monate zeigt die ausgesprochene Volatilität der beiden Märkte. Mehrfach sind die Exporte in diesem Jahr bereits stark eingebrochen. Eine große Rolle spielen dabei die Exportkontrollen, die China als wichtigster Produzent im Sommer 2023 für Gallium und Germanium eingeführt hat, begründet mit den möglichen militärischen Anwendungen. Der Warenfluss hängt seitdem stark von den jeweiligen Genehmigungen ab. Monatliche Schwankungen gab es allerdings schon zuvor.
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