Bahnstrecken und Häfen sollen Argentiniens Bergbauregionen besser mit dem Atlantik verbinden.
Am Rande der UN-Generalversammlung in New York haben die USA und Argentinien eine gemeinsame Initiative angekündigt, um Argentiniens Bergbauregionen besser an Atlantikhäfen anzubinden. Unter dem Namen „Anden-Atlantik-Korridor“ wollen beide Länder unter anderem Bahnstrecken, Wasserstraßen, Häfen und Stromnetze modernisieren. Im Fokus stehen dabei Lithium und Kupfer, Erdöl und Erdgas.
Für Infrastruktur und Produktionskapazitäten haben die US-Exportkreditbank EXIM und Argentinien zudem einen Finanzierungsrahmen von bis zu sieben Milliarden US-Dollar bis 2027 vereinbart. Konkrete Zusagen für Bergbauprojekte sind in diesem Rahmen bislang nicht bekannt.
Die Initiative baut auf einer bestehenden Zusammenarbeit im Rohstoffbereich auf. Bereits 2024 führten Vertreter der US-Regierung Gespräche mit Argentiniens Bergbaubranche. Im Februar 2026 schlossen beide Staaten ein Rahmenabkommen zu kritischen Mineralien. Im Oktober soll nun eine US-Delegation in den Provinzen Jujuy und Salta mögliche Projekte für den Korridor ausloten.
Bei den Lithiumreserven liegt (PDF) Argentinien gemeinsam mit den USA weltweit auf Rang vier. Bei der Produktion haben jedoch andere Staaten wie Australien, Chile und China einen deutlich größeren Anteil. Um seine Ressourcen – zu denen auch Seltenerdvorkommen gehören – besser zu nutzen, setzt Argentinien verstärkt auf internationale Partnerschaften und Investitionen.
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