Absichtserklärung mit Rainbow Rare Earths unterzeichnet. Beim Phalaborwa-Projekt sollen die Rohstoffe aus Rückständen der Düngemittelproduktion stammen.
Der kanadische Seltenerdspezialist Neo Performance Materials und Rainbow Rare Earths haben eine Absichtserklärung zum südafrikanischen Projekt Phalaborwa unterzeichnet. Rainbow will dort Seltene Erden aus Phosphogips gewinnen, einem Rückstand der Düngemittelproduktion. Als Produktionsbeginn ist 2028 geplant. Neo soll nun bei der Entwicklung des Trennverfahrens unterstützen.
Im Gegenzug könnte das kanadische Unternehmen eine neue Rohstoffquelle für seine Raffinerie sowie das Magnetwerk in Estland gewinnen. Die Absichtserklärung sieht Abnahmerechte für 40 Prozent der geplanten Jahresproduktion von Neodym-Praseodym-Oxid vor. Hinzu kommen 65 Prozent eines gemischten Seltenerdcarbonats, das unter anderem die besonders gefragten schweren Seltenen Erden Dysprosium und Terbium enthält.
Die Unternehmen prüfen zudem, ob Neo auch die übrigen 35 Prozent des Carbonats verarbeiten wird. Die dabei abgetrennten Elemente Dysprosium, Terbium und Yttrium würden dann zur Vermarktung an Rainbow zurückgehen.
„Geringeres Entwicklungsrisiko als bei konventionellen Bergwerken“
Rahim Suleman, Präsident und CEO von Neo Performance Materials, sieht in den vorhandenen Phosphogipshalden einen Vorteil. Da das Material bereits an der Oberfläche lagert und kein neuer Bergbau nötig ist, könnte das Entwicklungsrisiko geringer sein als bei konventionellen Minenprojekten.
Um seine europäischen Anlagen mit Material zu versorgen, baut Neo weitere Lieferbeziehungen auf, darunter mit dem französischen Unternehmen Carester. Auch das brasilianische Caldeira-Projekt ist als künftige Rohstoffquelle vorgesehen.
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