Beide Seiten bestätigen Fortsetzung der Handelsvereinbarung; neue Exportauflagen für kritische Rohstoffe finden keine Erwähnung.
Erwartungsgemäß spielten die ab dem 10. November drohenden zusätzlichen Auflagen für den Export Seltener Erden beim Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatsoberhaupt Xi Jinping nur eine untergeordnete Rolle. Im Mittelpunkt standen Handels- und Technologiefragen sowie geopolitische Themen wie Taiwan und der Iran.
Damit bleibt es vorerst bei der Aussage von US-Finanzminister Scott Bessent, wonach die bestehende Handelsvereinbarung um zwei Monate bis zum 10. Januar 2027 verlängert wurde. Inzwischen hat auch He Yadong, Sprecher des chinesischen Handelsministeriums, bestätigt, dass sich beide Seiten bei ihren jüngsten Gesprächen in New York auf eine Verlängerung der bei den Konsultationen in Kuala Lumpur vereinbarten Regelungen verständigt haben.
Seltene Erden beziehungsweise die zusätzlichen Exportkontrollen wurden dabei von keiner der beiden Seiten ausdrücklich genannt. Da deren Aussetzung jedoch Teil der in Kuala Lumpur vereinbarten Regelungen war und diese nun verlängert werden sollen, spricht vieles dafür, dass auch sie um zwei Monate aufgeschoben werden. Klarheit dürfte erst eine formelle Bestätigung der Aussetzung bringen.
Hintergrund: China hatte die im Oktober 2025 angekündigten zusätzlichen Exportkontrollen bis zum 10. November 2026 ausgesetzt. Die Maßnahmen umfassen weitere Seltene Erden sowie bestimmte Anlagen, Ausrüstungen und Vorprodukte für deren Förderung, Trennung und Verarbeitung. Zudem sollten auch im Ausland hergestellte Produkte genehmigungspflichtig werden können, wenn sie chinesische Seltene Erden enthalten oder mithilfe chinesischer Technologie produziert wurden. Für militärische Endnutzer und bestimmte Hightech-Anwendungen waren besonders strenge Vorgaben vorgesehen.
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