Seltene Erden, Uran, Beryllium und Zirkonium im Fokus. Projekte sollen zum Wiederaufbau des angegriffenen Landes beitragen.
Ende April 2025 vereinbarten die USA und die Ukraine einen gemeinsamen Fonds für den Wiederaufbau des von Russland angegriffenen Landes. Ziel ist es, Projekte in Bereichen wie Rohstoffen, Energie und Infrastruktur zu finanzieren und zugleich die US-Lieferketten für kritische Mineralien zu stärken. Nun wurde ein erstes Rohstoffgeschäft in diesem Rahmen abgeschlossen.
Geplant ist eine gemeinsame Investitionsplattform mit der ukrainischen BGV Group, wie das US-Finanzministerium mitteilt. Dafür sind laut Reuters rund 30 Millionen US-Dollar vorgesehen. Im Fokus stehen zunächst Bergbauprojekte in einer frühen Entwicklungsphase mit identifizierten Vorkommen von Seltenen Erden, Uran, Beryllium und Zirkonium.
Das Gesamtvolumen der bislang sechs Fondsprojekte liegt bei rund 70 Millionen US-Dollar. Dazu gehören auch Vorhaben zur Strom- und Wärmeversorgung.
Im September 2025 kündigten beide Länder insgesamt 150 Millionen US-Dollar Startkapital an, jeweils zur Hälfte aus den USA und der Ukraine. Man sei außerdem auf der Suche nach zusätzlichem Kapital für den Fonds, sagte Conor Coleman, Investitionschef der US-Entwicklungsbank DFC, im Interview mit Reuters.
Bis die Bergbauprojekte zur Rohstoffversorgung und zur Diversifizierung der US-Lieferketten beitragen können, sind allerdings noch Hürden zu überwinden. Dazu zählen bei Seltenen Erden etwa die begrenzte Datenlage zur Wirtschaftlichkeit des Abbaus und die kriegsbedingt zerstörte Infrastruktur, beispielsweise für die Energieversorgung. Hinzu kommt, dass erfahrungsgemäß Jahre ins Land gehen, bis die verschiedenen Bergbauphasen wie Exploration, Umweltprüfungen und diverse Genehmigungen abgeschlossen sind.
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