Auch Thoriumvorkommen der Lagerstätte Steenkampskraal könnte künftig genutzt werden.
860.000 Tonnen umfassen die Seltenerdreserven Südafrikas laut US Geological Survey. Eine kommerzielle Minenproduktion weist die Behörde jedoch nicht aus. Steenkampskraal Monazite Mine (SMM) will das ändern. Am Mittwoch hat das Unternehmen in der Provinz Westkap eine Anlage zur Herstellung von Monazitkonzentrat eröffnet. Das Erz wird dort zunächst zerkleinert und gemahlen, anschließend werden die enthaltenen Minerale mittels Schwerkrafttrennung und Flotation aufkonzentriert.
Erste Lieferungen an Abnehmer sollen noch vor Ende des Jahres erfolgen. In der zweiten Phase sollen die Seltenen Erden durch chemische Verfahren aus dem Monazit gewonnen und vom ebenfalls enthaltenen Thorium getrennt werden. Die Auftrennung in einzelne Seltenerdoxide ist erst im dritten Schritt vorgesehen. In der Anlaufphase ist eine Jahresproduktion von rund 6.600 Tonnen Monazitkonzentrat angepeilt.
Das Vorkommen Steenkampskraal zählt nach Unternehmensangaben zu den weltweit reichhaltigsten Lagerstätten Seltener Erden. Der durchschnittliche Gehalt liegt demnach bei 14,5 Prozent Seltenerdoxiden. Hinzu kommen 2,1 Prozent Thorium. Das radioaktive Element könnte künftig ebenfalls wirtschaftlich genutzt werden, etwa für medizinische Anwendungen. Denkbar sei laut SMM auch dier Einsatz südafrikanischen Kernkraftwerk Koeberg, wo der Einsatz von Thorium als Kernbrennstoff zunächst erprobt werden könnte.
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