Investitionen sollen mobilisiert und die lokale Wertschöpfung in rohstoffreichen Ländern gestärkt werden.
Die Weltbankgruppe will ihr Engagement im Rohstoffsektor deutlich ausweiten. Zwischen 2026 und 2030 sollen 19 Milliarden US-Dollar an eigenen Finanzmitteln und mobilisiertem Privatkapital bereitgestellt werden, fünfmal so viel wie bisher. Teil der Strategie sind Partnerschaften mit rohstoffreichen Ländern, die Investitionen erleichtern und die lokale Wertschöpfung stärken sollen. Am Freitag präsentierten acht Staaten entsprechende Pläne: Argentinien, Bolivien, Ägypten, Indien, Kasachstan, Malawi, Mauretanien und Sambia.
Die sogenannten Country Compacts sehen unter anderem Reformen des Bergbaurechts und den Ausbau der Infrastruktur vor. Ziel ist es, die Verarbeitung von Rohstoffen in den Förderländern zu stärken und Arbeitsplätze zu schaffen.
Besonders hohe Investitionen streben Indien und Kasachstan an. Indien will bis 2031 fünf Milliarden US-Dollar mobilisieren, unter anderem für die Exploration kritischer Rohstoffe und die Verarbeitung Seltener Erden. Kasachstan peilt im gleichen Zeitraum bis zu 20 Milliarden Dollar an, insbesondere für den Aufbau nachgelagerter Industrien. Andere Länder setzen eigene Schwerpunkte, etwa Argentinien bei Kupfer und Lithium oder Sambia bei der Kupferförderung. Bei den Investitionssummen handelt es sich um Zielgrößen, nicht um bereits zugesagte Mittel.
Die Weltbankgruppe unterstützt Entwicklungs- und Schwellenländer mit Krediten, Beratung, Investitionen und Garantien. Dabei arbeitet sie mit Regierungen und Unternehmen zusammen. Im Bereich kritischer Rohstoffe ist sie bereits länger aktiv. So gründete sie 2023 mit Japan eine Initiative, um Entwicklungsländer stärker in internationale Lieferketten einzubinden.
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