Ferienzeit ist Zeugniszeit, doch welche Noten verdienen die Bemühungen, Rohstofflieferketten in Europa und weltweit widerstandsfähiger aufzustellen? Dazu gab es in dieser Woche Antworten. Der Adressat der Bemühungen um weniger Abhängigkeit – China – arbeitet derweil an seiner eigenen Ressourcenstrategie. Die Details finden Sie in unserem Roundup.
EU-Rohstoffpolitik: Ifo-Institut schlägt Alarm
Anfang des Jahres warnte der Europäische Rechnungshof, dass die EU bei ihren Rohstoffzielen, wie sie im Critical Raw Materials Act formuliert sind, zu scheitern droht. Die Bemühungen um eine Diversifizierung der Importquellen hätten bisher „nicht zu greifbaren Ergebnissen geführt”, hieß es damals. Das ifo-Institut kommt nun zu einer ähnlichen Einschätzung.
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Kritische Rohstoffe: EU will Diversifizierung finanziell unterstützen
Die EU will ihre Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen und Vorprodukten aus China verringern, kommt beim Aufbau alternativer Lieferketten bislang jedoch nur langsam voran. Nun arbeitet Brüssel laut Medienberichten an einem Finanzierungsinstrument, das Unternehmen bei der Diversifizierung unterstützen und mögliche chinesische Gegenmaßnahmen abfedern soll.
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China bündelt Kräfte bei Seltenen Erden
Die staatliche China Rare Earth Group hat zusammen mit dem Bergbaukonzern Ji’nan Yuxiao Group und einer Tochter von Shenghe Resources ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Es soll Seltene Erden weiterverarbeiten und daraus unter anderem Metalllegierungen herstellen und vertreiben.
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Chinas Seltenerdexport sinkt im Juni
China hat im Juni knapp 5.105 Tonnen Seltene Erden exportiert, zeigen neue Zahlen der dortigen Zollbehörde. Die Ausfuhren liegen somit sowohl unter dem Vormonats- als auch unter dem Vorjahreswert. Detaillierte Daten zur Zusammensetzung und zu den Zielländern der Ausfuhren werden in der zweiten Monatshälfte veröffentlicht.
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Gallium aus Australien: Partner machen Weg frei
US-Aluminiumhersteller Alcoa kann mit dem Bau seiner Raffinerie für Gallium in Australien starten. Der Konzern übernimmt Konstruktion und Betrieb am Standort seiner Aluminiumoxidraffinerie Wagerup, im Bundesstaat Western Australia.
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Seltene Erden: IEA sieht Fortschritte, aber weiterhin hohe Abhängigkeit
Trotz Fortschritten besonders bei Seltenen Erden bleiben die Lieferketten kritischer Rohstoffe stark konzentriert. Dazu haben im vergangenen Jahr insbesondere neue Exportbeschränkungen wichtiger Lieferländer beigetragen. Zu diesem Fazit kommt die Internationale Energieagentur IEA in ihrem neuen Global Critical Minerals Outlook. Diversifizierung und strategische Vorräte könnten das Versorgungsrisiko derweil zu vergleichsweise überschaubaren Kosten abmildern.
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