Anteil im ersten Halbjahr 2026 bei 59,1 Prozent. Windkraft verzeichnet deutliches Plus nach windarmem Jahresbeginn 2025.
Erneuerbare Energien bauen ihren Vorsprung in der deutschen Stromerzeugung weiter aus. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 136,4 Milliarden Kilowattstunden Strom aus regenerativen Quellen erzeugt und in das öffentliche Netz eingespeist, 6,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, berichtet das Statistische Bundesamt. Ihr Anteil an der gesamten inländischen Stromproduktion stieg von 58 auf 59,1 Prozent.
Auch die Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern nahm zu, allerdings nur um 1,7 Prozent auf 94,2 Milliarden Kilowattstunden. Ihr Anteil sank von 42 auf 40,9 Prozent.
Der Trend besteht bereits etwas länger, seit 2023 wird mehr Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt, während zuvor konventionelle Energieträger dominierten, schreibt die Behörde.
Wichtigste Energiequelle in Deutschland war im ersten Halbjahr 2026 die Windkraft. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum stieg die Stromerzeugung in dieser Sparte um 12,3 Prozent und erreichte einen Anteil von 29,4 Prozent. Der deutliche Zuwachs gegenüber 2025 sei allerdings auf das außergewöhnlich windarme erste Quartal 2025 zurückführen.
Kohle war mit 21,4 Prozent der zweitwichtigste Energieträger in der inländischen Stromerzeugung, gefolgt von Photovoltaik mit 17,8 Prozent und Erdgas mit 16,5 Prozent.
Rohstoffe für die Energiewende
Erneuerbare Energien gehören zu den wichtigsten Einsatzbereichen zahlreicher teils kritischer Rohstoffe wie Seltenen Erden, Silber, Gallium oder Tellur. Der weltweite Ausbau dieser Technologien lässt auch den Bedarf an diesen Materialien steigen. Branchenvertreter und Organisationen wie die Internationale Energieagentur IEA warnen daher seit Jahren vor den Risiken stark konzentrierter Rohstofflieferketten für die Energiesicherheit.
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