Am Standort in Arizona können nach Angabe des Unternehmens jährlich bis zu 25.000 Tonnen magnethaltige Altprodukte verarbeitet werden.
Der kanadische Seltenerdrecycler Cyclic Materials hat am Mittwoch eine neue Anlage in Mesa im US-Bundesstaat Arizona eröffnet. Dort sollen Seltenerdmagnete automatisiert aus Altprodukten wie Elektromotoren, Festplatten oder Windkraftgeneratoren zurückgewonnen werden. Nach Angaben des Unternehmens ist es das erste US-Werk dieser Art im kommerziellen Maßstab. Beim Ausbau seiner Recyclingtechnologie hat das Start-up staatliche Unterstützung aus Kanada erhalten.
Laut Cyclic können an dem Standort jährlich bis zu 25.000 Tonnen magnethaltige Altprodukte mechanisch aufbereitet werden. Mit Mag-Xtract, so der Produktname, entsteht ein Konzentrat aus Seltenerdmagnetmaterial, das nach weiterer Aufbereitung wieder in die Wertschöpfungskette eingespeist werden kann. Im Rahmen der Aufbereitung werden laut Unternehmen zudem Kupfer, Aluminium und Stahl wiedergewonnen. Erste Lieferungen an US-Kunden sollen noch im September erfolgen.
Beim Aufbau von Wertschöpfungsketten für Seltene Erden außerhalb des Weltmarktführers China kooperiert Cyclic unter anderem mit Ucore Rare Metals, einem weiteren kanadischen Unternehmen. Partnerschaften werden auch mit europäischen Akteuren wie Solvay bzw. in Europa aktiven Unternehmen wie Neo Performance Materials angestrebt. Angesichts des wachsenden Rohstoffbedarfs und der regional stark konzentrierten Produktion gewinnt das Recycling Seltener Erden zunehmend an Bedeutung für die Versorgungslage.
Mehr zum Recycling: Die aktuellen Chancen und Herausforderungen der Branche wurden auf der Fachmesse E-Waste World Conference & Expo in Frankfurt am Main diskutiert.
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