Chinesisches Unternehmen plant Produktion des Technologiemetalls in Bad Leonfelden.
Der chinesische Konzern JP Tech will laut eines Berichts des Österreichischen Rundfunks (ORF) im oberösterreichischen Bad Leonfelden Hafnium produzieren. 20 Arbeitsplätze sollen dafür in der ersten Ausbaustufe entstehen. Das Technologiemetall wird in sogenannten Superlegierungen benötigt, die sich durch thermische Stabilität und Korrosionsbeständigkeit auszeichnen. Die Luftfahrtindustrie gehört zu den wichtigsten Abnehmern dieser Legierungen. Auch in der Kernenergie und Halbleitertechnologie kommt das Material zum Einsatz.
Hafnium zählt zu den wenigen kritischen Rohstoffen, bei denen China bislang nur eine vergleichsweise geringe Marktposition besitzt: Frankreich allein steht nach EU-Daten für knapp die Hälfte der weltweiten Produktion. Mit dem geplanten Werk in Österreich würde JP Tech damit gezielt in einen bislang stark von europäischen Produzenten geprägten Bereich vorstoßen. Zugleich will das Unternehmen seine Position auf dem europäischen Markt stärken und Kunden künftig von Österreich aus mit hochreinem Hafnium beliefern.
Im Februar hatte das Unternehmen unterdessen die Baugenehmigung für eine Anlage zur Herstellung von hochreinem Hafniummaterial für die Luftfahrt und die Chipindustrie in der chinesischen Provinz Jiangsu erhalten.
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