US-Regierung fördert neue Technologien, um den kritischen Rohstoff nach fast 40 Jahren wieder im eigenen Land zu gewinnen.
Das US-Energieministerium fördert die Produktion des kritischen Rohstoffs Gallium mit 5,4 Millionen US-Dollar. Die Mittel fließen in fünf Projekte heimischer Unternehmen, die darauf abzielen, Gallium als Nebenprodukt aus neuen oder bestehenden Industrieprozessen zu gewinnen. Zu den geförderten Vorhaben zählt der Aluminiumproduzent Atlantic Alumina Company im Bundesstaat Louisiana. Anfang des Jahres hatte sich die US-Regierung an dem Unternehmen beteiligt, um den Bau der ersten heimischen Großanlage zur Galliumproduktion zu unterstützen.
Die ausgewählten Projekte sollen mit innovativen Ansätzen dazu beitragen, die inländische Herstellung des Metalls nach fast 40 Jahren wieder aufzunehmen, erklärte die stellvertretende Energieministerin Audrey Robertson.
Das Programm „Technology for Recovery and Advanced Critical-material Extraction – Gallium“ (TRACE-Ga), das im vergangenen Herbst angekündigt wurde, ist die bislang größte bundesweite Initiative mit Fokus auf diesen Rohstoff. Zuvor hatte die Regierung bereits einzelne Vorhaben unterstützt, etwa ein Verfahren eines australischen Unternehmens zur Rückgewinnung aus Elektronik- und Industrieschrott mittels extremer Hitze.
Gallium ist ein Schlüsselmaterial für zahlreiche zivile und militärische Anwendungen, insbesondere in der Halbleiterindustrie. Die USA sind derzeit vollständig auf Importe angewiesen. Die Versorgungssituation hat sich weiter verschärft, als der führende Galliumproduzent China die Ausfuhr des Rohstoffs im Sommer 2023 unter strenge Auflagen stellte.
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