Die britische Tochtergesellschaft Less Common Metals verfügt über das außerhalb Chinas seltene Know-how, den kritischen Rohstoff zu Metall weiterzuverarbeiten.
USA Rare Earth (USAR) meldete am Mittwoch die erste kommerzielle Produktion von Yttriummetall. Die Herstellung erfolgte über die britische Tochtergesellschaft Less Common Metals mit Sitz in Ellesmere Port im Nordwesten Englands. CEO Barbara Humpton sprach von einem Meilenstein, da das Seltenerdelement Yttrium bislang fast ausschließlich in China hergestellt wird.
Zwar betreiben oder planen auch andere Bergbauunternehmen wie Lynas in Australien bereits die Aufbereitung zu Oxid. Insbesondere die nachgelagerte Weiterverarbeitung zu Legierungen und Metallen ist jedoch eine Stufe in der Wertschöpfungskette, die nahezu nur von chinesischen Unternehmen beherrscht wird. Mit dem Erwerb von Less Common Metals im vergangenen Herbst sicherte sich USAR dieses Know-how. Die geplante Fertigung von Seltenerdmagneten und die Gewinnung der nötigen Rohstoffe in der eigenen Lagerstätte Round Top in Texas sollen die Wertschöpfungskette komplettieren. Verstärken will USAR seine Marktposition auch durch den kürzlich erfolgten Einstieg beim französischen Unternehmen Carester. Zu dessen Kompetenzen zählen die Trennung, Aufbereitung und das Recycling Seltener Erden.
Yttrium kommt in verschiedenen zivilen und militärischen Hochtechnologien zum Einsatz. Darunter sind Laser, LEDs und Wärmeschutzbeschichtungen etwa für die Energieversorgung und die Luft- und Raumfahrt. Es zählt zu den sieben Seltenen Erden, die Hauptproduzent China vor einem Jahr mit strengen Exportauflagen belegt hat. Mit spürbaren Folgen für die weltweite Versorgung: Neben schwankenden Exportvolumina kam es bei Yttrium zu massiven Preissteigerungen.

