Die beiden Länder streben eine stärkere Kooperation im Bereich kritische Mineralien und Energieversorgung an.
Kanada und Südkorea wollen ihre Zusammenarbeit im Bereich kritischer Mineralien deutlich ausbauen. Die Vereinbarung umfasst auch einen gemeinsamen Plan für die strategische Lagerung kritischer Rohstoffe, der bis Ende des Jahres ausgearbeitet werden soll. Dies gaben Kanadas Energieminister Tim Hodgson und Kang Hoon-Sik, Südkoreas Sondergesandter für strategische wirtschaftliche Zusammenarbeit, nach einem Treffen in Ottawa bekannt.
Daneben beinhaltet die geplante Kooperation auch Investitionen in Rohstoffvorkommen und Maßnahmen zur Stabilisierung der Energieversorgung. Dazu gehören künftige Lieferungen von kanadischem Flüssigerdgas (LNG) und die weitere bevorzugte Zollbehandlung kanadischer Rohölimporte nach Südkorea. Zudem haben die zwei staatlichen geologischen Forschungsbehörden eine gemeinsame Initiative zu natürlich vorkommendem Wasserstoff gestartet.
Beide Länder haben sich zum Ziel gesetzt, ihre Abhängigkeit von Rohstoffgigant China Dominanz zu verringern. Südkorea, ein bedeutender Hightech-Standort, ist stark auf Importe kritischer Mineralien aus der Volksrepublik angewiesen, darunter Gallium, Germanium und Seltene Erden. Seit Jahren arbeitet das Land daher am Aufbau alternativer Lieferketten. Kanada wiederum strebt internationale Partnerschaften für die Erschließung seiner Rohstoffressourcen an. Kürzlich hat die Regierung Investitionen von fast neun Milliarden US-Dollar in diesen Sektor mobilisiert und zahlreiche neue Projektvereinbarungen abgeschlossen.
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