Die Europäische Union und Vietnam wollen bei kritischen Rohstoffen enger zusammenarbeiten. Darüber hinaus soll die Kooperation in Bereichen wie Technologie, Bildung und Kreislaufwirtschaft vertieft werden. Das bestätigten Vietnams Staatschef Tô Lâm, EU-Ratspräsident António Costa und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Donnerstag in Brüssel.
Bereits im Januar 2026 hatten beide Seiten ihre Beziehungen zu einer strategischen Partnerschaft aufgewertet und dabei auch Unternehmenspartnerschaften sowie die Förderung von Handel und Investitionen im Rohstoffsektor angekündigt. Konkrete Projekte wurden bislang nicht bekanntgegeben, weder im Januar noch in der aktuellen Erklärung. Laut Medienberichten von vergangener Woche erwägt die EU jedoch, vietnamesische Rohstoffvorhaben mit Krediten, Zuschüssen und technischer Hilfe zu unterstützen.
Das südostasiatische Land verfügt nach Daten des US Geological Survey über beträchtliche Seltenerdreserven von 3,5 Millionen Tonnen, die Minenproduktion ist jedoch mit 150 Tonnen im Jahr 2025 bislang überschaubar. Neben der EU haben andere internationale Akteure den Ausbau dieses Potenzials im Blick, darunter die südkoreanischen Konzerne LS Eco Energy und Trident Global Holdings. Doch auch das in der Seltenerdindustrie dominierende China, von dem sich viele Länder bei ihrer Rohstoffversorgung unabhängiger machen wollen, hat bereits Interesse gezeigt.
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