Im australischen Bundesstaat Queensland ist eine neue Anlage zur Erprobung und Weiterentwicklung von Verfahren zur Verarbeitung kritischer Rohstoffe eröffnet worden. Die sogenannte Queensland Resources Common User Facility in Townsville soll Unternehmen helfen, ihre Verfahren im größeren Maßstab zu testen und den Übergang zur kommerziellen Produktion zu beschleunigen. Dafür stellt die Einrichtung spezialisierte Ausrüstung bereit, sodass Unternehmen keine eigenen kostspieligen Demonstrationsanlagen errichten müssen.
Die bereits 2021 angekündigte Anlage sollte ursprünglich 2025 in Betrieb gehen. Im Jahr 2023 hatte die Regierung von Queensland umgerechnet 48,1 Millionen US-Dollar für den Bau zugesagt (wir berichteten). Mit dem Projekt will der rohstoffreiche Bundesstaat die heimische Wertschöpfung stärken und die Abhängigkeit von ausländischen Verarbeitungskapazitäten verringern. Queensland verfügt unter anderem über Vorkommen von Seltenen Erden, Gallium, Indium und Vanadium. Im Juli wurde eine eigene Rohstoffstrategie veröffentlicht, die Anlage in Townsville ist neben weiteren Bergbau- und Verarbeitungsprojekten ein zentraler Teil davon.
Zunächst liegt der Schwerpunkt auf Vanadium, perspektivisch könnten auch Kobalt und Seltene Erden verarbeitet werden. Erster Nutzer ist die Vecco Group, die dort hochreine Vanadiumprodukte für Batterien herstellen will. An der Eröffnung nahmen auch Mitglieder einer EU-Delegation teil, die sich über Rohstoffprojekte, Verarbeitungskapazitäten und Investitionsmöglichkeiten in Queensland informiert.
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