Die Zolldaten für September zeigen erneut die starken monatlichen Schwankungen bei den Ausfuhren der beiden Technologiemetalle.
Nach einem starken Einbruch im August sind Chinas Galliumexporte im September wieder gestiegen. 2.030 Kilogramm wurden laut aktuellen Daten der chinesischen Zollbehörde ins Ausland geliefert – und damit 480 Prozent mehr als im Vormonat. Die Ausfuhren blieben dennoch deutlich unter dem Vorjahresniveau, als China 5.000 Kilogramm exportiert hatte.
Größter Empfänger war Japan mit 1.000 Kilogramm. China hatte im Januar 2026 seine Exportauflagen gegen den Militärsektor des Inselstaats verschärft. Obwohl zivile Ausfuhren offiziell möglich bleiben, hat Japan seitdem deutlich weniger Gallium aus China erhalten als 2025. Eine größere Menge ging jedoch bereits im Mai dorthin.
Vietnam erhielt weitere 830 Kilogramm, Malaysia 200. Deutschland, im bisherigen Jahresverlauf einer der größten Abnehmer, erhielt wie schon im August kein Material.
Bei Germanium zeigte sich eine gegenläufige Entwicklung: Nach dem bisherigen Jahreshoch von 2.769 Kilogramm im August wurden im September nur noch 573 Kilogramm ausgeführt – ein Rückgang um rund 79 Prozent. Gegenüber September 2025 ergibt sich allerdings ein Plus von knapp zehn Prozent.
Größter Abnehmer war Deutschland mit 300 Kilogramm, gefolgt von Russland mit 232 Kilogramm.
Die aktuellen Zahlen unterstreichen erneut, wie stark Chinas Ausfuhren beider Metalle von Monat zu Monat schwanken. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Exportkontrollen, die das Land im August 2023 mit Verweis auf die mögliche militärische Verwendung der Rohstoffe eingeführt hat. Seitdem müssen Lieferungen ins Ausland behördlich genehmigt werden.
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