Im Lofdal-Gebiet sollen unter anderem Dysprosium und Terbium gewonnen werden. Es wäre Japans erstes Seltenerdprojekt in Afrika.
Die Japan Organization for Metals and Energy Security (JOGMEC) will bis zu umgerechnet 34 Millionen US-Dollar in die TJ Namibia Rare Earths Corporation investieren. Die Zweckgesellschaft wurde vom Handelshaus Toyota Tsusho gegründet, um dessen Projekt zur Erschließung schwerer Seltener Erden im namibischen Lofdal-Gebiet voranzutreiben. Eine erste Investitionstranche wurde am 23. Juli ausgezahlt.
Im März sicherte sich Toyota Tsusho einen Teil der Optionsrechte von JOGMEC am Lofdal-Projekt. JOGMEC entwickelt das Vorhaben seit 2020 gemeinsam mit dem kanadischen Unternehmen Namibia Critical Metals.
Die Lagerstätte Lofdal in der namibischen Region Kunene verfügt über umfangreiche Vorkommen schwerer Seltener Erden, darunter Dysprosium und Terbium. Diese werden für Permanentmagnete verwendet, die beispielsweise in Fahrzeugmotoren zum Einsatz kommen. Die Unternehmen wollen nun eine endgültige Machbarkeitsstudie erstellen. Noch im laufenden japanischen Geschäftsjahr, das im März 2027 endet, soll eine abschließende Entscheidung über die kommerzielle Erschließung fallen.
Sollte die Produktion aufgenommen werden, wäre Lofdal nach Angaben von JOGMEC das erste japanische Seltene-Erden-Projekt in Afrika. Japan arbeitet derzeit verstärkt an der Diversifizierung seiner Lieferketten für kritische Rohstoffe, vor dem Hintergrund von Chinas verschärften Exportkontrollen für mehrere Seltene Erden und daraus gefertigten Produkten wie Magneten. Dem Projekt war 2023 ein Kooperationsabkommen zwischen Japan und Namibia vorausgegangen, das die Exploration Seltener Erden und den Aufbau entsprechender Lieferketten vorsieht.
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