Der südkoreanische Konzern plant eine Einbindung von Meteorics Seltenerdprojekt Caldeira in seine Lieferkette. Auch eine Beteiligung an dem Unternehmen und der Aufbau von Verarbeitungskapazitäten in Brasilien werden geprüft.
Am Montag haben Brasilien und Südkorea eine engere Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette kritischer Rohstoffe vereinbart – nun werden diese Pläne auf Unternehmensebene bereits konkreter. Der südkoreanische Konzern Posco und der australische Bergbauentwickler Meteoric Resources haben eine Absichtserklärung (PDF) unterzeichnet. Ziel ist es, Meteorics Seltenerdprojekt Caldeira in Brasilien mit Poscos Lieferkette zu verbinden.
Vorgesehen ist, dass Posco bis zu 30 Prozent des in Caldeira produzierten Seltenerdmaterials über einen Zeitraum von maximal sieben Jahren bezieht. Die Rohstoffe sollen zur Herstellung von Permanentmagneten genutzt werden, wichtigen Hightechkomponenten für zivile und militärische Technologien. Zudem prüft der Konzern eine Beteiligung an Meteoric und will bei der Finanzierung des Seltenerdprojekts helfen, etwa über südkoreanische Exportkreditagenturen. Auch beim möglichen Aufbau von Verarbeitungskapazitäten in Brasilien wollen die Unternehmen zusammenarbeiten.
Ein weiterer Baustein für die Lieferketten abseits von China
Bei Caldeira, gelegen im Bundesstaat Minas Gerais, handelt es sich um Ionenadsorptionstone. Dieser Lagerstättentyp enthält neben leichten Seltenerdelementen wie Neodym und Praseodym auch vergleichsweise hohe Anteile der besonders gefragten schweren Seltenen Erden. Geplant ist zunächst die Produktion von gemischtem Seltenerdkarbonat. Für die künftige Abnahme und Weiterverarbeitung hat Meteoric bereits Vereinbarungen mit Neo Performance Materials und Ucore Rare Metals geschlossen; Branchenvertretern, die ebenfalls an der Etablierung nicht-chinesischer Wertschöpfungsketten arbeiten. Ein Ziel, das sich auch Posco International, die Handels- und Investmentsparte des südkoreanischen Konzerns, gesetzt hat. Eine entsprechende Kooperation wurde unter anderem mit dem US-Unternehmen Energy Fuels eingegangen.
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